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Gemeinsam für ein gutes Leben
Wir wollen miteinander ins Gespräch kommen. Es geht um die Themen, die zur Zeit alle bewegen.


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Ohne Ausbildung, Übernahme und Festanstellung keine Sicherheit. Das muss anders werden.

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2010


Jubilarfeier 2010: Gewerkschaftsgeschichte hautnah!


Unsere 60-jährigen Jubilare mit Kirsten Rölke und Lutz Schäffer (links hinten)


26 Kolleginnen und Kollegen sind in diesem Jahr 60 Jahre Mitglied der IG Metall, 49 und 102 Jubilare waren für 50- und 40-jährige Mitgliedschaft zu ehren. 195 Mitglieder sind 25 Jahre dabei.

Lutz Schäffer, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Minden, konnte 210 Kolleginnen und Kollegen zur Jubilarehrung 2010 begrüßen.

Die Jubilarfeier in der Aula des Bessel-Gymnasiums in Minden begann schwungvoll mit Melodien aus den fünfziger Jahren. Gekonnt eröffnete und begleitete die „Bessel Big Band“ unter Leitung ihres Musiklehrers Steffen Bock die Veranstaltung. Dieses „Heimspiel“ war ein voller Erfolg, unsere Jubilarinnen und Jubilare dankten den Schülerinnen und Schülern für ihr Können mit anhaltendem Applaus.
Kirsten Rölke, ehemaliges geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, blickte in ihrer Festrede zurück auf die Jahre, in denen die Jubilarinnen und Jubilare Mitglied der Gewerkschaft geworden waren. Wiederaufbau, aber auch politische Teilung Deutschlands, Wirtschaftswunder, Streik für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. „Mehr Demokratie wagen“ und eine neue Ostpolitik mit Willy Brandt, zweistellige Lohn-erhöhungen. aber auch Ölpreisschock und Wirtschaftskrise sind nur einige wenige Stichpunkte aus dem gewerkschaftlichen Leben mehrerer Generationen. Heute gelte es, das Erreichte zu sichern und Demokratie und Mitbestimmung auszubauen. „Nicht gerade einfach unter Schwarz-Gelb in Berlin. Aber, wenn´s einfach wäre, brauchte sich die IG Metall auch nicht drum kümmern“, so Rölke. Der Tag endete für die Jubilare mit dem gemeinsamen Mittagessen und einer Schiffsfahrt auf Weser und Mittellandkanal mit dem Fahrgastschiff „Poseidon“.


35 Grad im Schatten - Sommerfest der IG Metall Minden



Heiß ging es her - im wahrsten Sinne des Wortes. Dennoch ließen sich etliche Kolleginnen und Kollegen den Besuch beim diesjährigen Somnmerfest nicht nehmen. Erstmals im Innenhof unserer Bürogebäude am Simeonscarré in Minden durchgeführt, war für Alte und Junge etwas dabei. Ob Bratwurst und Bier, gute Musik, Zauberei, Hüpfburg, Fahrradsimulation, Verbraucherberatung oder einfach nur "Klönschnack". Die Kolleginnen und Kollegen waren zufrieden, unser Fazit lautet: Gerne wieder - auch 2011 wird es ein Sommerfest geben. Ansonsten sagen Bilder mehr als viele Worte, und die gibt es hier

Resolution gegen Sparpaket


Das "Sparpaket" der Bundesregierung war natürlich Thema der letzten Delegiertenversammlung der IG Metall Minden. Lutz Schäffer, 1. Bevollmächtigter: "Die IG Metall ist kein Neinsagerverein. Niemand bezweifelt die Notwendigkeit der Haushaltskonsolidierung. Aber es kann nicht sein, dass vor allem Arbeitslose und nicht die Verursacher der Krise die Hauptlast tragen". Hier geht es zur beschlossenen Resolution.

Betriebsräteempfang der IG Metall Minden



In den meisten Betrieben der Verwaltungsstelle sind die Betriebsratswahlen abgeschlossen und für die IG Metall ein voller Erfolg. Etwa 75 Prozent der gewählten Betriebsratsmitglieder sind Gewerkschaftsmitglied. Viele Kolleginnen und Kollegen wurden erstmals als Betriebsrat gewählt. Genug Gründe also, einmal abseits von der täglichen Kleinarbeit zu einem Empfang einzuladen und die Arbeit unserer Betriebsräte zu würdigen. Ein Empfang ohne lange Rednerliste, sondern die Gelegenheit zu Gesprächen und Kennenlernen untereinander. Eingeladen und erschienen waren aber auch unsere Freunde und Kollegen vom DGB-Rechtsschutz, der Anwaltskanzlei Vieker & Chatziparaskewas, "Arbeit und Leben Bielefeld", der Technologieberatungsstelle des DGB und dem Beratungsverbund "Phönix".

 Oliver Roth
Gekommen war auch Oliver Roth, Kabarettist und Zauberer, Mitglied der "Mindener Stichlinge". Oliver verstand es, die ohnehin schon lockere Atmosphäre zu nutzen. Zaubertricks vom Feinsten und Anmerkungen zur politischen Großwetterlage trafen den Nerv seines Publikums. Eine sehr gelungene Vorstellung, wie dem Beifall und auch den weiteren Gesprächen beim anschließenden Grillbüffet zu entnehmen war. Weiter Bilder vom Betriebsräteempfang gibt es hier

Gemeinsam für ein gutes Leben

Wir haben unsere Spenden übergeben
Die Beschäftigtenbefragung im Rahmen unserer Kampagne "Gemeinsam für ein gutes Leben" hatte bekanntlich auch ein soziale Komponente. Für jeden zurückerhaltenen Fragebogen spendet die IG Metall einen Euro. In Minden haben wir 1000 Fragebögen erhalten, daher waren 1.000,-- Euro an Spenden zu verteilen. Aufgrund der Anregungen von Mitgliedern hatte der Ortsvorstand beschlossen, das "Hexenhaus" in Espelkamp sowie die Tafeln Lübbecker Land, Minden und Bad Oeynhausen zu gleichen Teilen zu berücksichtigen. Am Freitag, dem 11. September haben wir unsere Spenden übergeben.

Über je 250,-- Euro freuen sich Miriam Stock von Frauenhaus Espelkamp (Hexenhaus) und Magdalena König von der Tafel Lübbecker Land. Der 1. Bevollmächtigte Lutz Schäffer (links) und Peter Ehlert, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender der IMA-Klessmann GmbH (von dort stammten die Vorschläge) übergeben symbolische Schecks für neues Kinderspielzeug im Frauenhaus und für die technische Ausstattung der Tafel.

Spendenübergabe in Minden: Lutz Schäffer (links) und der 2. Bevollmächtigte Hans Kästner (rechts) übergeben 250,-- Euro an den Leiter der Mindener Tafel, Herrn Wolfgang Reichel.

Herr Wittkowski von der Bad Oeynhausener Tafel wird die Spende der IG Metall Minden für Verbesserungen in der Logistik nutzen.


Neuer Manteltarifvertrag im KFZ-Handwerk


Nachdem sich vor zwei Jahren der KFZ-Verband in Nordrhein-Westfalen als Tarifvertragspartei der Arbeitgeber aufgelöst hatte, hat die IG Metall jetzt mit dem neuen Manteltarifvertrag die Basis für einen neuen Flächentarifvertrag geschaffen.

Wichtige Eckpunkte zur Arbeitszeit und zum Urlaub konnten zufrieden stellend geregelt werden:

  • Die Altersstaffelung der Wochenarbeitszeit bleibt und erhält die Absenkung der Arbeitszeit ab dem 45. Lebensjahr in drei Stufen von 36,5 auf 35 Stunden. Das hatten die Arbeitgeber abschaffen wollen.
  • Die Arbeitszeit kann zwischen 29 und 42 Stunden in der Woche schwanken, muss aber innerhalb von zwölf Monaten ausgeglichen sein. Das Stundenkonto ist auf 60 Minus- und 146 Plusstunden begrenzt.
  • Neu sind zwei Arten von Mehrarbeit: Im Flexi-Zeitraum (29 bis 42 Wochenstunden) ist Mehrarbeit nicht zuschlagspflichtig, muss aber zwingend durch Betriebsvereinbarung (und das geht nur mit Betriebsrat!) geregelt sein. Ansonsten ist Mehrarbeit wie bisher zuschlagspflichtig.
  • An Heiligabend und Silvester endet die Arbeitszeit um zwölf Uhr, bezahlt werden muss aber nach wie vor der ganze Tag. Erhalten bleiben auch die freien Tage bei Umzug, Heirat und Beerdigung. All das hatten die Arbeitgeber ändern wollen.
  • Neu ist, dass bei einer Kur bis zu drei Tage auf den Urlaub angerechnet werden können, nicht jedoch bei Kuren nach Arbeitsunfällen.
  • Neu ist auch, dass das Urlaubsgeld erfolgsabhängig gestaltet und an das wirtschaftliche Ergebnis der Firma geknüpft werden kann und dann zwischen 25 und 75 Prozent des Monatsentgelts betragen kann (bisher 50 Prozent). Eine Abweichung von bis zu 50 Prozent ist nur mit Zustimmung der Tarifvertragsparteien möglich und gilt maximal ein Jahr. Bei Absenkung sind betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen.

Nach diesen ersten Schritt erfolgt im Juni der zweite:

Die IG Metall will Entgelterhöhungen vereinbaren. Unsere Tarifkommission hat beschlossen, eine Entgelterhöhung von 3,5 Prozent ab 2011 zu fordern. Zuvor sollen in 2010 alle Beschäftigten im KFZ-Handwerk eine Einmalzahlung erhalten. Die Betrieben, in denen im Jahr 2010 keine Entgelterhöhungen per Haustarifvertrag erfolgten (6,5 Prozent), sollen diese Erhöhung bis zum 31.12.2010 nachvollziehen.

Momentan befragt die IG Metall die KFZ-Betriebe nach ihrer Mitgliedschaft in der neuen Tarifgemeinschaft. Wir wissen daher noch nicht genau, wer von den neuen Verträgen profitieren wird und benötigen daher jetzt die Unterstützung in und aus den Betrieben. Damit unsere Tarifverträge im KFZ-Handwerk wieder breite Anerkennung finden und die verlässliche und faire Grundlage für die Arbeitsbedingungen in der Branche bilden.


Geschafft: Tarifvertrag über Beschäftigungssicherung und Einkommen in der Metall- und Elektroindustrie

320 Euro plus 2,7 Prozent

Das Jobpaket ist geschnürt, die neue Beschäftigungsbrücke steht: Entlassungen können trotz Krise bis Mitte 2012 vermieden werden. Zudem erhalten die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie mehr Geld. Darauf haben sich die IG Metall NRW und der Arbeitgeberverband Metall NRW geeinigt. Einzelheiten zum neuen Tarifvertrag gibt es hier.

Tarifabschluss nach Warnstreik im Schlosserhandwerk

Über 450 Mitglieder aus Betrieben des Schlosserhandwerks machten ihrem Ärger über die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber am Freitag, dem 22. Januar in Bocholt Luft. Und das hat gewirkt: In der dritten Tarifverhandlung wurde ein Ergebnis erzielt:
  • Die Entgelte der Beschäftigten steigen rückwirkend ab dem 1. Januar 2010 um 1,9 Prozent.
  • Ab dem 1. Oktober 2010 folgt ein zweiter Schritt mit einer Entgeltsteigerung von 2,2 Prozent.
  • Für Dezember 2009 erhalten die Beschäftigten eine Einmalzahlung in Höhe von 60 Euro.
  • Die Ausbildungsvergütungen werden zum 1. Januar 2010 sowie 1. Oktober 2010 jeweils um 15 Euro erhöht.

Der neue Tarifvertrag gilt rückwirkend ab dem 1. November 2009 bis zum 31. Oktober 2011. Die Tarifkommission der IG Metall wird am 2. Februar 2010 über das erzielte Verhandlungsergebnis beraten. An diesem Tag endet zugleich die Erklärungsfrist.


Neujahrskonferenz des Metallhandwerks

Selbstbewusst für gute Tarife

Offen miteinander reden, damit Arbeitnehmer und Arbeitgeber im Metallhandwerk profitieren - das forderte Bernd Epping, Tarifsekretär für Handwerk der IG Metall Bezirksleitung NRW. Er sprach damit die Image-Kampagne der Handwerkskammern in diesem Jahr an: "Das Handwerk gilt als konservativ und billig. Deshalb fehlen auch neue Auszubildende. Die Kolleginnen und Kollegen müssen zusammen mit ihrer Gewerkschaft selbstbewußt auftreten. Erst wenn der Chef auch den kleinen Zuarbeiter ernst nimmt, funktioniert der Betrieb. Und das ist die beste Imagepflege", so Epping.

"Zu Beginn eines neuen Jahres laden wir Betriebsräte und Vertrauensleute aus den Handwerksbetrieben der ostwestfälischen IG Metall-Verwaltungsstellen ein", erläuterte Handwerkssekretär Siegfried Thüte von der IG Metall Minden. So hatten sich aus den Regionen Detmold, Herford, Minden und Paderborn etwa 80 Metaller in Löhne getroffen, um bei einem gemeinsamen Frühstück die Lage zu diskutieren."Hauptsächlich ging es um die Tarifverhandlungen im Schlosserhandwerk, die immer noch zu keinem Ergebnis geführt haben. Aber auch die Wiederherstellung der Tarifbindung in vielen KFZ-Betrieben ist unser Thema in den nächsten Wochen und Monaten", so Thüte weiter.

Bezüglich der Image-Kampagne im Metallhandwerk nannte er folgende Zahlen: Im Schlosserhandwerk beginnen die Azubis ihre Ausbildung mit 470 Euro im Monat. In der Metallindustrie sind dies 760 Euro. Eine Differenz von 300 Euro bei vergleichbarer Ausbildung. "Das wissen natürlich die Bewerberinnen und Bewerber und entscheiden sich, wenn es geht, für eine Ausbildung in der Industrie", so Thüte.


Neue Tarife im Sanitär-Heizung-Klima-Handwerk


Im Jahr 2010 gibt es 4,4 Prozent mehr Lohn und Gehalt. In zwei Schritten: Am 1. Januar steigen die Einkommen um 2,4 Prozent und elf Monate später, am 1. November, um weitere 2 Prozent. Am 1. Dezember 2009 war eine Einmalzahlung von 120 Euro fällig. Das sind die Kernaussagen des Tarifvertrags, den die IG Metall NRW am 6. November mit dem Fachverband Sanitär-Heizung-Klima (SHK) abgeschlossen hat. Die Tarifkommission der IG Metall hat diesem Ergebnis einstimmig zugestimmt. Das Flugblatt zum Tarifabschluss kann hier herunter geladen werden.

Das Elena-Verfahrensgesetz

Seit Januar 2010 müssen Arbeitgeber die Entgeltdaten ihrer Beschäftigten an die Zentrale Speicherstelle (ZSS) melden. Gegen diese zentrale Speicherung (kurz: Elena) wurde in der öffentlichen Debatte erhebliche Kritik vorgebracht. Die wichtigsten rechtlichen Änderungen und Details des neuen Verfahrens sowie eine kurze rechtliche und politische Bewertung der IG Metall lesen Sie hier

2009


Jubilarehrung IG Metall und Transnet-Gewerkschaft am 19. September 2009

Rückschau und Ausblick


Unsere 60-jährigen Jubilare mit Gästen

"Das unsere Gewerkschaften Transnet und IG Metall zu den erfolgreichsten in der Welt gehören, ist das Verdienst unserer Jubilare" sagte Lutz Schäffer, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Minden in seiner Begrüßungsrede. Und er konnte berichten, dass 396 Kolleginnen und Kollegen in 60-, 50-, 40- und 25-jähriger Mitgliedschaft ihrer Gewerkschaft treu geblieben sind.Sogar 80 Jahre Mitglied der Eisenbahner-Gewerkschaft ist Paul Neumann aus Bad Oeynhausen, der aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend sein konnte. Schäffer würdigte das persönliche Engagement der Jubilare, dem schlossen sich mit ihren Grußworten Waldtraud Winter als stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Minden, Roland Engels als DGB-Regionsvorsitzender und Bundestagsabgeordneter Lothar Ibrügger an.

Wolfgang Rhode, Vorstandsmitglied der IG Metall aus Frankfurt (rechts), widmete sich in seinem Festvortrag auch den Jahren, in denen die Jubilare Mitglied ihrer Gewerkschaft wurden. Welche Parallelen: Als der Kollege Neumann vor 80 Jahren Mitglied wurde, begann mit dem "schwarzen Freitag" die bis dahin größte Weltwirtschaftskrise. Auch heute ist eine Finanz- und Wirtschaftskrise zu meistern, deren Verursacher Rhode sehr wohl beim Namen nannte. Denn "es gibt Alterniven zu dem, was uns dreiste Manager und Finanzjongleure zugemutet haben und schon wieder zumuten wollen". Nämlich: Gemeinsam für ein gutes Leben - das bedeutet gesichertes Auskommen im Alter, Übernahme nach der Ausbildung, soziale Absicherung des Arbeitsmarktes, ein Schutzschirm für solide Unternehmen und die Arbeitsplätze. Für die Interessen und Rechte der Arbeitnehmer eintreten und auch kämpfen - das gilt heute genauso wie vor 50 Jahren, als die IG Metall die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall erstreikte.

Wir treffen uns in Frankfurt zur Grossdemonstration am 5. September

Gemeinsam für mehr Gerechtigkeit


 Der Globus liegt in unseren Händen
Die große Umfrage der IG Metall hat ergeben: Es wird Zeit, dass wir der Politik die Richtung zeigen - hin zu einem guten Leben, dass diese Bezeichnung auch verdient. Wir sehen uns also am 5. September in Frankfurt! Zirka 1000 Menschen haben sich in Minden an der Beschäftigtenbefragung beteiligt. Auch bei uns wurde deutlich: Keine Entlassungen in der Krise. Nicht die Zeche für die Krise zahlen. Aber auch: Keine Angst vor der Zukunft, die da lautet: Gleiche Arbeit, gleiches Geld, gleiches Recht. Im Alter mit der Rente auskommen. Gute Perspektiven für die junge Generation. Das ist gutes Leben.

Gutes Leben sichtbar gemacht…

Aber es wurden nicht nur Fragebögen ausgefüllt. Während des Truck-Termins im Juni haben Schülerinnen und Schüler der Wichern-Schule aus Minden uns gezeigt, was sie unter einem guten Leben verstehen: Bilder mit Motiven zum Klimaschutz, zu Arbeit und Familie umspannen den Globus, der von jungen und alten Menschen getragen wird (Foto oben rechts). „Urlaub - Gesundheit- Respekt“ waren für die Auszubildenden der IMA-Klessmann GmbH in Lübbecke wichtige Themen für ein gutes Leben - von den angehenden Maschinenbauern stilecht präsentiert in Stahlblech (Foto unten).

… und von uns prämiert

Beide Plastiken wurden von der IG Metall Minden während des Familienfestes Ende Juni prämiert: Die Wichern-Schüler konnten sich über einen Video-Beamer für eine bessere Unter-richtsgestaltung freuen.Die IMA-Azubis erhielten eine Gutschein für´s nächste Fest.Freuen können sich auch Hilfsorganisationen im Mühlenkreis: Denn für jeden Fragebogen spendet die IG Metall einen Euro an soziale Projekte.Lutz Schäffer, 1. Bevollmächtigter: „Unser Ortsvorstand hat beschlossen, dass das „Hexenhaus“ in Espelkamp und die „Tafeln“ in Lübbecke/Espelkamp, Bad Oeynhausen und Minden unser Spendenvolumen zu gleichen Teilen erhalten.“ Nach den Sommerferien sollen die Spenden übergeben werden.

Auf nach Frankfurt

Und dann ist es gar nicht mehr lang bis zum 5. September in Frankfurt. Berthold Huber und Detlef Wetzel werden da sein, Bob Geldorf und Band, die Microphon-Mafia und der Kabarettist Wilfried Schmickler bilden das kulturelle Angebot in der Commerzbank-Arena.


Am 27. Juni an der Windmühle Südhemmern: Gemeinsam für ein gutes Leben

Großes Familienfest der IG Metall Minden

Die IG Metall Minden lädt ein zum großen Familienfest. Am Samstag, dem 27. Juni 2009 freut sich der Ortsvorstand ab 11 Uhr auf einige unterhaltsame Stunden mit den Kolleginnen und Kollegen aus den Betrieben. Die Südhemmer Mühle liegt an der Hauptstraße zwischen Hille und Minden in der Nähe des Mittellandkanals. Fahrradtouren zum Fest bieten sich förmlich an. Aber auch Auto und Motorrad warten bestimmt auf artgerechte Haltung. Geboten werden Gegrilltes und kühle Getränke und natürlich der selbstgebackene Kuchen und Kaffee des Mühlenvereins. Also jede Menge Gelegenheit zum Kennenlernen, Klönen und Genießen. Zum Beispiel das Pantomimenprogramm unserer Kollegin Katharina Sandow. Lutz Schäffer, Erster Bevollmächtigter der Mindener IG Metall: "Besucht unser Fest, feiert mit uns, denn das ist ein gutes Leben. Und bringt die Kinder mit, denn für deren Unterhaltung ist natürlich auch gesorgt".

Kampagne der IG Metall startet in Minden mit vielfältigen Aktionen und Projekten

Gemeinsam für ein gutes Leben

Mit der April-Ausgabe der metallzeitung startet die Kampagne „Gemeinsam für ein gutes Leben“, denn der darin enthaltene Fragebogen ist das wichtigste Aktionsmittel in den nächsten Tagen. Bis Mitte Mai will die IG Metall Minden vieltausendfach dokumentieren, was die Menschen im Mühlenkreis unter einem guten Leben verstehen. Was bewegt sie, was erwarten sie von der Politik. „Wir werden die Politiker bei uns und in Berlin mit den Ergebnissen unserer Befragung konfrontieren und Pläne einfordern, wie es weitergeht“ so Lutz Schäffer, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Minden. Er hofft auf eine sehr gute Beteiligung an der Befragung, denn die hilft ganz konkret vor Ort: Die IG Metall unterstützt mit einem Euro je eingereichtem Fragebogen soziale Projekte in den Regionen des Kreisgebiets. Hier können noch bis zum 18. März Vorschläge an die Verwaltungsstelle eingereicht werden. Schäffer: „Wir machen aber noch mehr. Wir laden zum Beispiel Schulen zu einem kleinen Wettbewerb ein. Schülerinnen und Schüler sollen uns sagen und darstellen: Was ist für sie ein gutes Leben? Die Ergebnisse können am 10. Juni von den Bürgerinnen und Bürgern in Minden prämiert werden“. An diesem Tag besucht der Kampagnen-Truck Minden und bietet auf dem Marktplatz den ganzen Tag Information und Aktion zum Thema „Gemeinsam für ein gutes Leben“. Im Sommer ist denn auch die Information der Öffentlichkeit in den Städten und Regionen Schwerpunkt der Kampagne. Die IG Metall bringt Meinungen und Forderungen auf den Punkt - und das genau vor der Bundestagswahl im September.

Mehr Geld oder Beschäftigungszusage in der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie

Eine gute Mischung

Das Verhandlungsergebnis:

  • Für die Monate Mai bis Dezember 2009 werden acht Einmalzahlungen von je 42,50 € geleistet. Die Zahlungen können durch freiwillige Betriebsvereinbarung verdoppelt werden bzw. bei schwieriger wirtschaftlicher Situation ganz oder teilweise bis Ende 2009 verschoben werden oder wegfallen - mit Beschäftigungssicherung als Gegenleistung.
  • Ab dem 1.1.2010 werden Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 1,5 Prozent erhöht. Diese Erhöhung kann durch freiwillige Betriebsvereinbarung ganz oder teilweise bis zum 31.12.2010 verschoben werden, Beschäftigungssicherung vorausgesetzt.
  • Zusätzlich werden ab dem 1.1.2010 Löhne und Gehälter um einen Festbetrag von 40 Euro tabellenwirksam erhöht, Auszubildende erhalten 20 Euro. Der Festbetrag ist nicht kürzbar oder verschiebbar.
  • Für Januar und Februar 2011 wird einmalig eine Einmalzahlung in Höhe von 99 Euro ausgezahlt (Azubis erhalten die Hälfte). Auch diese Einmalzahlung ist nicht kürzbar oder verschiebbar.
  • Erklärungsfrist: 9. April 2009

Ehrbares Handwerk


Die derzeitige wirtschaftliche Situation im Handwerk stellt sich sehr differenziert dar.

Im Metallbauerhandwerk gibt es insbesondere im Maschinenbau für die Holz verarbeitende Industrie erhebliche Auftragseinbrüche, die zu Kurzarbeit geführt haben. Die Tarifverträge laufen noch bis 31.10.2009. Die neue Forderung ist noch nicht diskutiert. Vor dem Hintergrund der schwachen Auslastung werden Einkommenssteigerungen nur schwer durchsetzbar sein. In einer Reihe von Betrieben wird der Schwerpunkt auch auf Beschäftigungssicherung, sowie Sicherung des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes liegen.

Im KFZ-Gewerbe haben wir seit dem letzten Jahr keinen Flächentarifvertrag mehr. Haustarifverträge gibt es bei Corsmann und Grotefeld (jetzt: Metz Automobile GmbH). In anderen Autohäusern gibt es nur Nachwirkung der Tarifverträge, keine Tarifverträge oder. es werden die sogenannten „Christentarife“ angewandt. Im September gibt es einen neuen Anlauf über eine Tarifgemeinschaft einen neuen Flächentarifvertrag für NRW zu erreichen. Die Abwrackprämie hat zwar im Segment der Kleinwagen zu erheblichen Verkaufszahlen bei den Neuwagen geführt, die Vorfinanzierung und der Preisverfall für Gebrauchtwagen brachte einige Händler aber auch in Schwierigkeiten.

Im Sanitär-, Heizung-, Klimahandwerk ist nach zwei Verhandlungsrunden noch kein Ergebnis in Sicht. Unsere Mitglieder berichten von einer guten Auftragslage. Die Arbeitgeberseite bestreitet dies vehement. Die dritte Verhandlung findet erst im September statt. Bis dahin sollten wir in den Betrieben deutlich machen, dass die Beschäftigten bereit sind, die Forderung nach 4,8 Prozent mehr Einkommen auch durchzusetzen.

Im Elektrohandwerk wurde gerade ein neuer Tarifvertrag ausgehandelt. Es wurde eine Entgelterhöhung in Höhe von 2,65 % vereinbart. Auf erhebliche Kritik stößt jedoch, dass im nächsten Jahr die Zone 1 und im folgenden Jahr die Zone 2 unter den Tisch fallen sollen. Das bedeutet für viele Kollegen erhebliche Einbußen. Die Alternative wäre überhaupt kein Tarifvertrag gewesen, da die notwendige Unterstützung der Tarifkommission aus den Betrieben fehlte. Ein weiteres Mal wurde somit dokumentiert: Gute Tarifverträge gibt es nur mit einer gut organisierten und schlagkräftigen Arbeitnehmerschaft.

Querbeet stellen wir fest, dass in Unternehmen , denen es vermeintlich schlecht geht, von den Arbeitnehmern der Verzicht auf z.B. Urlaubs- und Weihnachtsgeld abverlangt wird. Nur mit gewerkschaftlicher Unterstützung können dann die Arbeitnehmer Ansprüche sichern bzw. akzeptable Regelungen erreicht werden.


Senioren-Auftaktveranstaltung 2009

Dieter von Salzen und Erich Dettmer erläutern das neue Programm

Für den 11. Februar hatte der Seniorenarbeitskreis der IG Metall Minden in die "Buschklaus" in Hartum geladen. Dort sollte das Seniorenprogramm 2009 vorgestellt werden. Etwa 70 Seniorinnen und Senioren waren der Einladung gefolgt - nicht nur wegen dem neuen Programm. Referent der Veranstaltung war nämlich der Sozialexperte Andreas Schmidt vom DGB-Landesbezirk NRW. Kollege Schmidt sprach zum Thema "Auf dem Prüfstand: Die Neuregelung der Pflegereform".
Die Seniorengruppe unternimmt seit vielen Jahren Besichtigungen, Ausflüge und Urlaubsreisen - so auch im Jahr 2009. Aufmerksam wurde das neue Programmheft studiert (Bild oben). Und das sind die geplanten Aktivitäten: Am 25. März geht es in das Miele-Museum nach Güterloh. Am 16. April wird das Heide-Backhaus in Walsrode besucht, der Mai ist der ersten Urlaubsreise vorgehalten (06.05.-12.05.) Sie führt in die Eifel bei Trier. Hermannsburg in der Lüneburger Heide ist am 18. Juni das Ziel, im August (13.08.)wird am Schützenhaus in Lahde gegrillt. Die zweite Urlaubsfahrt des Jahres führt in der Zeit vom 6. bis 12. September ins Vogtland. Papenburg und die Meyer-Werft werden am 15. Oktober besucht, am 5. November ist die Jever-Brauerei das Ziel. Die Jahresabschlussfeier findet am 1. Dezember im Gemeinschaftshaus Minden-Kuhlenkamp statt.
Das also ist das Seniorenprogramm 2009. Dem Kollegen Joachim Albinus, früher Betriebsratsvorsitzender bei Drabert in Minden (Bild rechts) scheint´s gefallen zu haben. Wem das genauso geht und wer daher Interesse an Teilnahme und Mitarbeit hat, kann sich an die Verwaltungsstelle Minden wenden (Telefon 0571-83762-0) Dort gibt es das Programm auch in gedruckter Form, dann mit allen Einzelheiten und natürlich auch den Kosten. Selbstverständlich beteiligen sich unsere Seniorinnen und Senioren auch an den politischen Aktivitäten der Verwaltungsstelle, so zum Beispiel an Info-Ständen, der Maikundgebung und vielem mehr.

2008


Tarifabschluß in der Metall- und Elektroindustrie ist ein brauchbarer Kompromiß
Im Dezember geht´s schon los mit dem neuen Tarifvertrag: Dann sind 510 Euro fällig; die Azubis erhalten 133 Euro. Im Februar 2009 erhöhen sich die Tarifentgelte um 2,1 Prozent. Drei Monate später, im Mai, gibt es weitere 2,1 Prozent. Und hier gibt es alle Einzelheiten zum Tarifabschluß 2008 in der Metall- und Elektroindustrie bitte anklicken

Metall-Tarifrunde 2008:

Warnstreiks waren Spitze!

Warnstreik bei Bernstein in Hille-Hartum

Mehr als 800 Metallerinnen und Metaller aus zehn verbandsgebundenen Betrieben der Metall- und Elektroindustrie sind am 5. November dem Warnstreikaufruf der IG Metall Minden gefolgt. Das ist ein sehr gutes Ergebnis - die Arbeitgeber haben hoffentlich genau hingeschaut und die Kampfbereitschaft der IG Metall zur Kenntnis genommen. Lutz Schäffer, (im Bild oben links) Erster Bevollmächtigter der IG Metall Minden: "Die Arbeitgeber sollten sich schämen mit ihrem Angebot von 2,1 Prozent. Das ist lächerlich, das ist noch nicht einmal ein Inflationsausgleich. Autos kaufen keine Autos, das können nur Menschen. Und zwar zunehmend bei uns in Deutschland, aber nur dann, wenn sie es bezahlen können. Deshalb muß ein kräftiges Plus in die Lohntüte, dafür werden wir notfalls auch kämpfen". Mittlerweile hat der Vorstand der IG Metall entschieden: Kommt kein verhandlungsfähiges Angebot, läuft ganz kurzfristig die Urabstimmung.

8% Für mehr Gerechtigkeit - auch bei Battenfeld

Warnstreikende bei IMA in Lübbecke


Jubilarfeier der IG Metall Minden am 13. September

Hermann Henke ist 85 Jahre dabei!

Die 60-jährigen Jubilare der Transnet und IG Metall Minden

„Ich kann auch noch stehen“ ruft Hermann Henke in die Aula des Bessel-Gymnasiums. Doch mit 104 Jahren darf der Gewerkschafter aus dem Kalletal bei der gemeinsamen Jubilarehrung der IG Metall und der Eisenbahnergewerkschaft Transnet bequem im Rollstuhl sitzen bleiben. Der Beifall der anderen Jubilare war ihm sicher, der Landrat des Kreises Minden-Lübbecke, Dr. Ralf Niermann, die Landtagsabgeordnete Inge Howe und der DGB-Regionsvorsitzende Roland Engels zählten zu den .Gratulanten. Regina Rusch-Ziemba, stellvertretende Vorsitzende der Transnet, würdigte in ihrer Festrede die Leistungen der Jubilarinnen und Jubilare und ihren Einsatz für die deutsche Gewerkschaftsbewegung. Im Jahr 1983 wurden 145 Kolleginnen und Kollegen Mitglied der IG Metall, ihr 40-jähriges Gewerkschaftsjubiläum feierten 59 Kolleginnen und Kollegen, 27 sind ein halbes Jahrhundert dabei.
36 Mitglieder wurden für 60-jährige Mitgliedschaft geehrt: Gisbert Baxmeier, Hermann Deppe, Friedrich Entemeier, Karl-Heinz Klinksiek, Helmut Korfsmeier, Hans-Günter Molter, Herbert Ohneseit und Friedrich Pangritz aus Bad Oeynhausen, Karl Buschmann, Hildegard Hoffmeister und Hans Schreyer aus Hüllhorst, Franz Pietras aus Kirchlengern, Erwin Dreier, Günther Sander, Heinz Vogelsang und Heinz Ziehrock aus Löhne, Wilhelm Sundermeier aus Lübbecke, August Bühler, Günter Franke, Erwin Harke, Heinz Henrichs, Alfons Jensch, Wilhelm Korte, Gerd Krause, Heinrich Meyer, Günter Riechmann, Willi Stangenberg und Nikolaus Wittmann aus Minden, Wilhelm Busse und Ortwin Gieseking aus Peterhagen, Aldolf Bentel, Karl Hartmann und Wilhelm Pape aus Porta Westfalica, Karl Große-Schweinefuß und Karl-Heinz Stegelmeier aus Preußisch Oldendorf sowie Heinz Paczkowski aus Vlotho.
Lutz Schäffer, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Minden, dankte besonders dem langjährigen zweiten Bevollmächtigten und 60-jährigem Jubilar, Heinz Vogelsang für sein Engagement. Nach der Festveranstaltung gingen die Jubilare der IG Metall auf´s Wasser. Sie waren zum gemeinsamen Mittagessen auf der "Helena", einem Schiff der Mindener "Weissen Flotte" eingeladen. Durch die Schachtschleuse ging es zum Wasserstraßenkreuz und danach hinauf nach Porta Westfalica. Gegen 16:00 Uhr war dann auch dieser Teil eines ereignisreichen Tagen vorbei.

Neue Mitglieder der Delegiertenversammlung gewählt

Peter Ehlert (l.) und Carsten Kämper (r.) sind die neuen Mitglieder der Delegiertenversammlung. In der Mitte Lutz Schäffer, Erster Bevollmächtigter