"We'll never work alone"
Flexible Office-Konzepte und gute Arbeit- ein Widerspruch?
Betriebsräte diskutierten auf dem dritten Angestelltenforum der Verwaltungsstelle.
"Überall da, wo neue Produktionskonzepte eingeführt werden, das Management eine Lean-Organisation auch in der Büroorganisation anstrebt, sind flexible Büroraumkonzepte auf dem Vormarsch", führte der eingeladene Experte Jörg Bahlow von der GITTA mbH in das Thema ein. Viele Unternehmen entwickeln unter dem Label "Office-Excellence" effiziente Büro- und Raumkonzepte und wollen damit gleichzeitig enorme Flächennutzungskosten sparen. Für die Beschäftigten bedeutet das Veränderung. Der eigene Schreibtisch gehört der Vergangenheit an. Es wird an freien Arbeitsplätzen oder von zu Hause gearbeitet. Moderne Lounges für Gespräche mit Kunden, Technikinseln und Meetingpoints für die Beschäftigten gehören zum Konzept.
Neue Gestaltungsfragen für Betriebsräte und Beschäftigte
Für die Gestaltung von guter Arbeit im Büro stellen sich neue Fragen: Welche Belegungsquote ist sinnvoll und bewahrt die Arbeitsfähigkeit des Einzelnen und des Teams? Wie wird in einem flexibel genutzten Büro und beim Home-Office die Arbeitszeit gestaltet und erfasst? Welchen Spielraum gibt es zwischen Vorgaben und der persönlichen Gestaltung der Arbeitsplätze durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?
Frühes Mitgestalten lohnt sich
"Das flexible Büro kann dann funktionieren, wenn nicht Kostensenkung das vorrangige Ziel ist, sondern "Office-Excellence" auch an der Qualität der Beschäftigungsbedingungen gemessen wird", schlussfolgerten die Betriebsräte nach der Analyse von Betriebsvereinbarungen. Betriebsräte und Beschäftigte sollten sich daher von Anfang an bei der Gestaltung einer neuen Büroraumplanung einmischen und ihre Anforderungen offensiv formulieren.
Das nächste Treffen des Angestelltenforums ist für Februar 2012 geplant. Wer Interesse hat, an den Treffen teilzunehmen, melde sich bitte bei Annette Engelfried, Telefon 253 87-130, oder Irene Schulz, Telefon 253 87-117.
