Seite druckenFenster schließen

IG Metall Verwaltungsstelle Berlin VST Berlin - News 25.01.10

AktuellesKontaktImpressumSitemap

Otis-Beschäftigte protestierten bei Eiseskälte weiter gegen Umstrukturierung

Management hält unverändert an seinen Umstrukturierungs- und Personalabauplänen fest
Anlässlich der Sitzung der Einigungsstelle bei der OTIS GmbH & Co. OHG protestierten die Beschäftigten aus der Hauptverwaltung, dem Werk und den regionalen Niederlassungen mit einer Protestkundgebung am vergangenen Freitag, dem 22. Januar 2010, gegen die starre Haltung des OTIS-Managements.

Das Management von OTIS Deutschland hält unverändert an seinen Plänen fest, Kernkompetenzen auszugliedern und massiv Personal abzubauen, um die Umsatzrendite auf 24% steigern zu können. Nach diesen Plänen würden jeder 4. Arbeitsplatz in der Hauptverwaltung, im Werk 30 Arbeitsplätze und über 100 Arbeitsplätze in den Niederlassungen wegfallen. Trotz umfangreicher Kritik und gegen den Willen der Belegschaft an den geplanten Umstrukturierungsmaßnahmen ist das Management nicht bereit, mit dem Betriebsrat und den Beschäftigten über Alternativen zu beraten.

Gesamtbetriebsrat und IG Metall sehen in dem auf eine kurzfristige Erhöhung der Renditen ausgerichteten Konzept des OTIS-Managements eine ernsthafte Gefahr für die Zukunft und Existenz von OTIS Deutschland. "Der Gesamtbetriebsrat hat mit den Belegschaften im ganzen Konzern die vorgelegten Outsourcing-Konzepte intensiv beraten und hinsichtlich seiner Auswirkungen entlang der ganzen Prozesskette bis hin zum Kunden geprüft. Unsere schlimmsten Befürchtungen wurden hierbei bestätigt. Ein Umsetzen der Ausgliederungs- und Abbaupläne würde das Unternehmen in seinem Kern beschädigen. Offiziell begründet die Geschäftsführung ihr Vorhaben damit, mehr Flexibilität bei der Bearbeitung von Kundenaufträgen erreichen zu wollen. Selbst zeigt sie jedoch keinerlei Flexibilität, wenn es darum geht auf die fundierte Kritik und die Befürchtungen der Belegschaft einzugehen. Wir erwarten, dass die Geschäftsführung diese Kritik endlich ernst nimmt und die Expertinnen und Experten aus der Belegschaft in die Erstellung eines alternativen Konzeptes einbezieht", fordert Annette Engelfried, zuständige Gewerkschaftssekretärin der IG Metall.

Für Anfragen steht Ihnen unsere Gewerkschaftssekretärin Annette Engelfried, Handy-Nr.: 0175 1609507, gerne zur Verfügung.