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Pressemitteilungen


Aktuelle Auskünfte über:
Klaus Abel
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Mail: klaus.abel@igmetall.de

Widerstand der SIS-Beschäftigten gegen Ausgliederung: "Treffpunkt CEBIT, 5 vor 12"

2. März 2010
Seit Wochen protestieren die IT-Beschäftigten in der Siemens AG (Bereich SIS) mit wachsender Beteiligung gegen die Planungen des Arbeitgebers. Dieser hatte zum 1.12.2009 den erst vor zwei Jahren aus der SBS in die Siemens AG integrierten IT-Bereich sowie weitere IT-Abteilungen in eigene Siemens-Betriebe abgespalten. Danach wurde dann die Absicht bekanntgegeben, diese Betriebe zum 1.7.2010 in eine eigene Rechtsform im Siemens-Konzern auszugliedern.

In Berlin sind 380 hoch qualifizierte Beschäftigte betroffen.

Die Beschäftigten befürchten, dass damit ein Verkauf oder eine komplette Ausgliederung aus dem Siemens-Konzern vorbereitet wird, und richten sich daher gegen die Planungen. Mit der Unterstützung der IG Metall machen sie bundesweit unter dem Motto "SIS gehört zu Siemens" regelmäßige "Montagsspaziergänge" und Kundgebungen, um ihrem Protest Ausdruck zu verleihen. Über 11.000 Protestunterschriften wurden in wenigen Wochen gesammelt und dem Siemens-Vorstand übergeben. Am letzten Montag, 1.3., haben an fast allen SIS-Standorten Aktionen stattgefunden, mehr als 2.000 der insgesamt ca. 8.000 Beschäftigten waren "auf der Straße". Gerade für IT-Beschäftigte eine ungewöhnliche Situation.

Am Mittwoch, 3.3., werden kleine Delegationen aus allen SIS-Standorten bundesweit auf der CEBIT erwartet. Dort wollen sie sich über die aktuelle Situation der IT-Branche informieren. Um 5 vor 12 treffen sich alle am Stand der IG Metall in Halle 5, B 50, "Jobs&Karriere". Damit möchten die IT-Beschäftigten von Siemens in der Fachwelt die gute Zusammenarbeit mit der IG Metall im Kampf um ihre Anliegen herausstellen. "Nur mit der IG Metall können wir etwas erreichen. Sie unterstützt unseren Protest und hat kompetente Ansprechpartner für die IT-Branche. Wir wollen bei Siemens bleiben, weil unsere Stärke die enge Einbindung in Siemens ist.", betont Franz-Josef Amling, BR-Vorsitzender aus Fürth. Am IG Metall-Stand stehen Hans-Joachim Weis, beim Vorstand bundesweiter Koordinator für die IT-Branche, und Konrad Jablonski, Koordinator der SIS-Aktivitäten im Siemens-Team, den Delegationen als Ansprechpartner zur Verfügung. Gemeinsam werden die weiteren Schritte geplant. "Da kommt noch einiges auf Siemens zu!" ist sich Konrad Jablonski sicher.

Mittwoch, 3. März 2010: Protest der Belegschaft der Tyco Electronics AMP GmbH gegen die geplante Standortschließung – 120 Jobs sollen in Berlin wegfallen

2. März 2010
Mit einem Autokorso werden die Beschäftigten der Tyco Electronics AMP GmbH, Paulsternstraße 32, 13629 Berlin-Spandau, am morgigen Mittwoch, den 3. März 2010, gegen die geplante Schließung ihres Standortes protestieren.

Betroffen sind 120 hoch qualifizierte Fachkräfte. Rund 50 von ihnen sollen neue Arbeitsplätze in der Schweiz angeboten bekommen.

Der Autokorso mit ca. 30 Fahrzeugen startet um 09.00 Uhr in der Paulsternstraße 32 und fährt über Kurfürstendamm, Mariendorfer Damm zum Trachenbergring 85, 12249 Berlin. Zuvor findet um 08.30 Uhr eine Auftaktveranstaltung der Belegschaft in der Paulsternstraße statt. Hier werden der Bezirksbürgermeister von Spandau, Konrad Birkholz, der Bezirksbürgermeister von Tempelhof-Schöneberg, Ekkehard Band, und der 1. Bevollmächtige der IG Metall, Verwaltungsstelle Berlin, Arno Hager, zu den Beschäftigten sprechen.

Die Tyco Electronics Group, mit Hauptsitz USA, ist weltweit einer der größten Hersteller und Vertreiber von elektronischen Bauteilen und Komponenten für die Automobilindustrie. Bereits im November 2009 informierte die Berliner Geschäftsführung über die Pläne, den Berliner Entwicklungsstandort mit seinen 120 Beschäftigten in der zweiten Jahreshälfte 2010 zu schließen. Alternativ soll ein neues Entwicklungs- und Kompetenzzentrum in der Schweiz geschaffen werden. Damit wird der Berliner Standort überflüssig.

„Wir halten das für eine völlige Fehlentscheidung“, so der Betriebsratsvorsitzende Olaf Lorenz. „Der Schweizer Standort wäre der kleinste Entwicklungsstandort und verfügt über keinerlei Know-How im Bereich der bisher in Berlin bearbeiteten Automotiv-Relais.“

Betriebsrat und Belegschaft haben gemeinsam ein Alternativkonzept erarbeitet, wonach sich der Erhalt des Berliner Standortes unter Berücksichtigung aller Kosten wirtschaftlich rechnet. Im Rahmen dieses Konzeptes haben Betriebsrat und Belegschaft auch einen Umzug von der Paulsternstraße an den Trachenbergring vorgeschlagen. Hier besitzt Tyco bereits ein eigenes Firmengelände. Im Rahmen einer Betriebsversammlung am 3. März 2010 wird dieses Konzept vorgestellt. Im Anschluss an die Betriebsversammlung findet der Autokorso statt.

Über Ihre Berichterstattung würden wir uns sehr freuen.

IG Metall: Westerwelle spielt Beschäftigte gegen Arbeitslose aus

23. Februar 2010
Die Berliner IG Metall sieht in der Äußerung von Guido Westerwelle, die Arbeitenden seien die „Dummen“ und „Melkkühe der Gesellschaft“, den Versuch, die Beschäftigten mit kleinen und mittleren Einkommen gegen Arbeitslose auszuspielen. Die Äußerungen des FDP-Chefs lenkten von den tatsächlichen Problemen ab. „Westerwelles Behauptungen sind falsch und unsozial. Das eigentliche Problem ist nicht die Höhe der Sozialleistungen, sondern es sind die niedrigen Löhne und die Ausweitung des Niedriglohnsektors. Außerdem: Kein Beschäftigter wird mehr verdienen, wenn die Hartz IV-Regelsätze abgesenkt werden. Das glaubt doch niemand“, erklärte Arno Hager, 1. Bevollmächtigter der IG Metall, Verwaltungsstelle Berlin.

Die Ausweitung des Niedriglohnsektors sei insbesondere durch die Arbeitsmarktpolitik der letzten Jahre massiv befördert worden. Die gerade seitens der FDP formulierte harte Ablehnung von Mindestlöhnen setze diese Entwicklung fort. „Westerwelle versucht, aus Opfern Täter zu machen. Erst werden 20 Prozent der Leute in den Niedriglohnsektor gezwungen, andere werden arbeitslos und mit niedrigsten Regelleistungen und 1-Euro-Jobs abgespeist. Dann drückt man die Löhne und wirft den Menschen schließlich vor, dass der Lohnabstand nicht eingehalten wird. Ein größeres Maß an Heuchelei habe ich noch nicht erlebt. Ausgerechnet die Ideologie, die Westerwelle vertritt, hat doch zu dieser Situation geführt“, sagte Paul Decruppe, Sprecher des Arbeitskreises Arbeitslosigkeit der IG Metall, Verwaltungsstelle Berlin.

Auch Westerwelles Steuerargumentation führe in die Irre. In der Tat habe die steuerliche Belastung der mittleren Einkommen deutlich zugenommen. „Dies ist aber in erster Linie der Steuerpolitik der letzten Jahrzehnte geschuldet, die zu einer massiven Umverteilung der Steuerlasten von oben nach unten geführt hat. Für diese Politik ist auch die FDP mitverantwortlich und sie setzt diese weiter fort, wie die ersten Monate Schwarz-Gelb zeigen“, so Hager.

Statt eine Hatz gegen die Ärmsten der Armen zu eröffnen, sollten die wahren Finanzierungsprobleme und die tatsächlichen Gerechtigkeitsdefizite zum Thema gemacht werden.

Freitag, den 22. Januar 2010: Beschäftigte setzen ihren Protest gegen den Ausverkauf bei OTIS fort – Management hält unverändert an seinen Umstrukturierungs- und Personalabbauplänen fest

20. Januar 2010
Anlässlich der Sitzung der Einigungsstelle bei der OTIS GmbH & Co. OHG protestieren die Beschäftigten aus der Hauptverwaltung, dem Werk und den regionalen Niederlassungen mit einer Protestkundgebung am kommenden Freitag, dem 22. Januar 2010, gegen die starre Haltung des OTIS-Managements.

Das Management von OTIS Deutschland hält unverändert an seinen Plänen fest, Kernkompetenzen auszugliedern und massiv Personal abzubauen, um die Umsatzrendite auf 24% steigern zu können. Nach diesen Plänen würden jeder 4. Arbeitsplatz in der Hauptverwaltung, im Werk 30 Arbeitsplätze und über 100 Arbeitsplätze in den Niederlassungen wegfallen. Trotz umfangreicher Kritik und gegen den Willen der Belegschaft an den geplanten Umstrukturierungsmaßnahmen ist das Management nicht bereit, mit dem Betriebsrat und den Beschäftigten über Alternativen zu beraten.

Gesamtbetriebsrat und IG Metall sehen in dem auf eine kurzfristige Erhöhung der Renditen ausgerichteten Konzept des OTIS-Managements eine ernsthafte Gefahr für die Zukunft und Existenz von OTIS Deutschland. "Der Gesamtbetriebsrat hat mit den Belegschaften im ganzen Konzern die vorgelegten Outsourcing-Konzepte intensiv beraten und hinsichtlich seiner Auswirkungen entlang der ganzen Prozesskette bis hin zum Kunden geprüft. Unsere schlimmsten Befürchtungen wurden hierbei bestätigt. Ein Umsetzen der Ausgliederungs- und Abbaupläne würde das Unternehmen in seinem Kern beschädigen. Offiziell begründet die Geschäftsführung ihr Vorhaben damit, mehr Flexibilität bei der Bearbeitung von Kundenaufträgen erreichen zu wollen. Selbst zeigt sie jedoch keinerlei Flexibilität, wenn es darum geht auf die fundierte Kritik und die Befürchtungen der Belegschaft einzugehen. Wir erwarten, dass die Geschäftsführung diese Kritik endlich ernst nimmt und die Expertinnen und Experten aus der Belegschaft in die Erstellung eines alternativen Konzeptes einbezieht", fordert Annette Engelfried, zuständige Gewerkschaftssekretärin der IG Metall.

Die Kundgebung der Beschäftigten aus dem Werk, der Hauptverwaltung und den Berliner Niederlassungen beginnt um 9.00 Uhr vor der OTIS-Hauptverwaltung, Otisstraße 33, 13507 Berlin.

Über Ihre Berichterstattung würden wir uns sehr freuen.

Für Anfragen steht Ihnen unsere Gewerkschaftssekretärin Annette Engelfried, Handy-Nr.: 0175 1609507, gerne zur Verfügung.

Protestaktion am Montag, dem 18. Januar 2010, 10.00 Uhr, für den Erhalt des IT-Dienstleisters SIS bei SIEMENS „SIS gehört zu SIEMENS!“

15. Januar 2010
Nachdem die SIS-Betriebe erst zum 01. Dezember 2009 innerhalb der Siemens AG abgespalten wurden, will Siemens im Juli 2010 die SIS aus der Siemens AG ausgliedern und als selbstständiges Unternehmen im Konzern weiterführen. Die Beschäftigten und die IG Metall befürchten, dass die Ausgliederung nicht der letzte Schritt sein wird und Siemens sich möglicherweise ganz von der SIS trennen will.

Betroffen sind in Berlin 390 hochqualifizierte Angestellte.

Die Beschäftigten setzen sich mit den am 18. Januar 2010 bundesweit stattfindenden Aktionen dafür ein, dass die SIS bei Siemens bleibt.

„Wir befürchten, dass es nach der Ausgliederung aus der Siemens AG weitergeht und die Beschäftigten mit Personalabbau und verschlechterten Beschäftigungsbedingungen konfrontiert werden“, fasst der Leiter des IG Metall-Vertrauenskörpers im Betrieb Burkhard Schaper die Sorgen der Mitarbeiter/-innen zusammen.

Die IG Metall kritisiert, dass das Management immer noch kein zukunftssicherndes Geschäftsmodell vorgelegt hat.

„In der Vergangenheit wurde mit der SIS und damit auch mit den Beschäftigten ein Zick-Zack-Kurs gefahren: 2007 Eingliederung der SIS in die Siemens AG und jetzt wieder Ausgliederung aus der Siemens AG. Zu Recht stellen die Mitarbeiter/-innen jetzt die Frage: Was kommt danach? Wir fordern das Management auf, endlich alle Fakten auf den Tisch zu legen und den eigentlichen Job zu machen, nämlich ein klares Geschäftskonzept zu präsentieren, anstatt Kunden und Mitarbeiter/-innen zu verunsichern“, fordert Irene Schulz, zuständige Sekretärin der IG Metall Berlin.

Die Beschäftigten treffen sich zum „Spaziergang“ am Montag dem 18. Januar 2010 um 10.00 Uhr am Springbrunnen vor dem Siemens–Verwaltungsgebäude, Nonnendammallee 101, 13629 Berlin-Spandau.

Über Ihre Berichterstattung würden wir uns freuen. Für Interviews am Rande der Aktion stehen Ihnen Burkhard Schaper (VK-Leiter im Betrieb) und Wigand Cramer (IG Metall) zur Verfügung.

Ihr Ansprechpartner für weitere Nachfragen: Klaus Abel , Telefon 0171 2894914.

Tyco Electronics soll geschlossen werden
122 Beschäftigte sind betroffen

11. Dezember 2009
Der Betriebsrat und die Belegschaft der Tyco Electronics AMP GmbH, Paulsternstraße 32, 13629 Berlin, wurden von der Geschäftsleitung informiert, dass der Standort Berlin zum 31.07.2010 geschlossen werden soll.

Die 122 Beschäftigten sind überwiegend in den Bereichen Entwicklung und Marketing von Relais tätig. Als Begründung wurden weltweite Umsatzeinbußen des amerikanischen Konzerns genannt, denen durch einschneidende Kostensenkungen begegnet werden soll.

Nach der derzeitigen Planung sollen am Standort Berlin 66 Arbeitsplätze ersatzlos gestrichen werden. Rund 56 Beschäftigten sollen Arbeitsplätze an anderen Standorten, überwiegend in der Schweiz, angeboten werden.

Der amerikanische Tyco Electronics Konzern unterhält in Deutschland 11 Standorte mit ca. 5 000 Beschäftigten.

„Die geplante Schließung und der Wegfall der Arbeitsplätze ist für uns weder betriebswirtschaftlich noch strategisch nachvollziehbar“, sagt der Betriebsratsvorsitzende Olaf Lorenz.

„Tyco Electronics plant im Relaisbereich bis 2014 ein Umsatzwachstum von rund 40 Prozent sowie einen operativen Gewinn von 16 Prozent. Es ist uns schleierhaft, wie das bei einer einschneidenden Reduzierung der Beschäftigten im Marketingbereich gelingen soll. Auch die geplante Verlagerung der Entwicklung an einen Standort, der bisher weder das entsprechende Know-how noch das Personal hat und daher darauf angewiesen ist, einen Großteil der betroffenen Berliner Beschäftigten zum Umzug in die Schweiz zu bewegen, muss mehr als fragwürdig erscheinen“, so Lorenz.

Der Betriebsrat und die Belegschaft werden die Konzernentscheidung nicht hinnehmen. „Wir kämpfen um unsere Arbeitsplätze in Berlin und werden der Unternehmensleitung ein wirtschaftliches Gegenkonzept vorlegen“, informierte der Betriebsrat.

Für Rückfragen stehen Ihnen Herr Olaf Lorenz, Betriebsratsvorsitzender, Handy-Nr.: 0175 2160314 und Frau Petra Jentzsch, IG Metall-Gewerkschaftssekretärin, Handy-Nr.: 0160 5331624 zur Verfügung.

Siemens-Beschäftigte wehren sich – Demonstration am 2. Dezember 2009, 11.00 Uhr am Odeonsplatz in München
Delegation aus dem Berliner Siemens-Schaltwerk protestiert in München anlässlich der Aufsichtsratssitzung gegen die Verlagerung der Niederspannung nach Tschechien

1. Dezember 2009
Am Mittwoch, den 2.12.2009 ab 11:00 Uhr werden Beschäftigte diverser Betriebe des Siemens-Konzerns zusammen gegen Portfolio-Einschnitte und den schleichenden Stellenabbau protestieren. Anlass ist die zeitgleich stattfindende Aufsichtsratssitzung der Siemens AG.

Neben den Beschäftigten aus dem süddeutschen Raum ( SEAS, Siemens IT Solutions and Services, aus den Niederlassungen, Nokia Siemens Networks) wird auch eine Delegation von 60 Berliner Kolleg/innen aus dem Berliner Schaltwerk die Öffentlichkeit gemeinsam auf die schier endlose Reihe von Abbaumaßnahmen, Portfolio-Verschlankungen und Verlagerungen aufmerksam machen.

Die Berliner Delegation trifft sich zur Abfahrt nach München um 4.30 Uhr am Gleis 4 des Spandauer Fernbahnhofs.

Die Berliner Siemens-Kollegen/-innen setzen mit dieser Aktion ihre Proteste gegen die Verlagerung der Niederspannungsschalter von Berlin nach Letohrad (Tschechien) fort.

„Für die Beschäftigten ist die Verlagerungsentscheidung nicht nachvollziehbar“, berichtet Bernhard Brenner, Betriebsratsvorsitzender des größten Berliner Siemens Betrieb. „ Das Werk ist noch 2008 als Star Power Factory auf dem ersten Platz im weltweiten Siemens-internen Benchmark ausgezeichnet worden und hervorragend aufgestellt“, so Brenner weiter. Die IG Metall erwartet mehrere hundert Beschäftigte von Siemens - Betrieben und ehemaligen Siemens–Betrieben.

Die Kundgebung findet statt am morgigen Mittwoch, den 2.12.2009 um 11.00 Uhr auf dem Odeonsplatz in München. Dort werden Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sowie Betriebsräte der betroffenen Standorte zu Wort kommen.

Bei Rückfragen steht Ihnen die für Siemens in Berlin zuständige Gewerkschaftssekretärin Irene Schulz, Telefon 0160/533 11 73 zur Verfügung.

Siemens will Fertigung aus dem Berliner Schaltwerk nach Tschechien verlagern – Betriebsrat verlegt am 26.11.2009 aus Protest die Betriebsversammlung vor die Hauptverwaltung

25. November 2009
Siemens beabsichtigt, die Produktion der Sentron 3WL Leistungsschalter der Niederspannung nach Tschechien zu verlagern. Betroffen sind 195 Mitarbeiter, davon 35 Leiharbeitnehmer.

Der Betriebsrat und die IG Metall werden die 3000 Beschäftigten des Berliner Schaltwerkes auf einer Betriebsversammlung am Donnerstag, dem 26. November 2009, über ihre Positionen zur geplanten Fertigungsverlagerung sowie die notwendigen Schritte des weiteren Vorgehens informieren.

Die Betriebsversammlung beginnt um 09.30 Uhr.

Ab 10.30 Uhr wird die Betriebsversammlung vor der Siemens-Hauptverwaltung auf der Nonnendammallee 101, 13629 Berlin, fortgesetzt.

Der Betriebsrat und die IG Metall können die Entscheidung von Siemens nicht nachvollziehen und befürchten eine Schwächung des Berliner Standortes.

„Die Niederspannung schreibt schwarze Zahlen, ist im letzten Jahr noch als „Star Power Factory“ auf dem ersten Platz im Siemens-internen Benchmark ausgezeichnet worden und ist hervorragend aufgestellt. Auch wirtschaftlich macht diese Entscheidung aus unserer Sicht keinen Sinn. Bisher haben wir kein einziges belastbares Argument für die Verlagerung gehört. Wir werden uns mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln für den Erhalt der Fertigung in Berlin einsetzen“, kündigt Bernhard Brenner, Betriebsratsvorsitzender des größten Siemens-Betriebes in Berlin, an. „Wir fordern die Berliner Leitung am Donnerstagmorgen auf, sich für den Berliner Standort beim Vorstand einzusetzen.“

Bisher sind die krisenbedingten Auftragsrückgänge durch Kurzarbeit aller 195 Beschäftigten, also unter Einbindung der Leiharbeitnehmer, bewältigt worden. Die Kurzarbeit haben der Betriebsrat und die Betriebsleitung gemeinsam als richtigen Weg zur Krisenbewältigung gesehen. Die jetzige Verlagerungsentscheidung hat den Betriebsrat und die Belegschaft völlig überrascht und stößt auf Unverständnis und großen Unmut.

„Wir fordern das Management auf, die Verlagerungsentscheidung zurückzunehmen“, fordert Irene Schulz, zuständige Gewerkschaftssekretärin der IG Metall in Berlin. „Die Mitarbeiter haben in den letzten Jahren durch Umstrukturierungen und jetzt Kurzarbeit ihren Beitrag für die „Star Power Factory“ geleistet und auf die Zukunftssicherung der Niederspannung vertraut. Vertrauen ist keine Einbahnstraße. Wir erwarten vom Management, dass die bisherigen Vereinbarungen eingehalten werden“, so Schulz weiter.

Über Ihre Berichterstattung würden wir uns freuen!

Für Interviews am Rande der Betriebsversammlung stehen Ihnen Bernhard Brenner, BR-Vorsitzender, Irene Schulz und Arno Hager, 1. Bevollmächtigter der IG Metall, Verwaltungsstelle Berlin, sowie Bettina Haller, Vorsitzende des Konzernbetriebsrates der Siemens AG, zur Verfügung.

Ihre Ansprechpartnerin für weitere Nachfragen: Irene Schulz , Telefon 0160 5331173.

IG Metall-Spenden für soziale Projekte in Berlin - Geld für "Dünja"

23. November 2009
Mehr als 450 000 Menschen haben sich in diesem Jahr bundesweit an der Umfrage der IG Metall „Gemeinsam für ein gutes Leben“ beteiligt und deutlich gesagt, was sie von einem guten Leben und den politischen Parteien in Deutschland erwarten.

Der Vorstand der IG Metall hat den IG Metall-Verwaltungsstellen für jeden im Rahmen dieser Aktion ausgefüllten Fragebogen einen Euro zur Verfügung gestellt, den sie an ein soziales Projekt spenden können.

In Berlin werden drei soziale Projekte unterstützt, darunter das Projekt „Bewegung und Konzentration“ des Mädchen-Kultur-Treffs „Dünja“ in Moabit. In diesem interkulturellen Projekt lernen Mädchen und junge Frauen mit vorwiegend arabischem, türkischem und kurdischem Migrationshintergrund durch musikalische Förderung eigene Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken.

Am Mittwoch, dem 25. November 2009, 16.00 Uhr, werden Vertreter der IG Metall, Verwaltungsstelle Berlin, „Dünja“ besuchen und die Spende in Höhe von 2.761,50 € vor Ort übergeben.

Zu diesem Anlass werden die Teilnehmerinnen des interkulturellen Projektes auch einen Ausschnitt aus ihrer Arbeit präsentieren.

Über Ihre Berichterstattung würden sich die Mädchen und jungen Frauen sehr freuen.

OTIS: Mehr als 1 000 Beschäftigte aus dem ganzen Bundesgebiet protestierten gegen die Pläne des Unternehmens, Kernbereiche auszugliedern und massiv Personal abzubauen!

5. November 2009
Mehr als 1 000 Beschäftigte aus den Niederlassungen, dem Werk und der Hauptverwaltung des Aufzugsbau-Unternehmens OTIS GmbH & Co. OHG protestierten gestern in Berlin am Rande einer Aufsichtsratssitzung gegen das unsinnige Konzept des OTIS-Managements, Kernkompetenzen auszugliedern und den damit verbundenen massiven Personalabbau.

Mit etwa 300 Fahrzeugen waren die Servicetechniker der OTIS-Niederlassungen aus dem gesamten Bundesgebiet nach Berlin gekommen und protestierten mit einem mehrere Kilometer langen Autokorso vom Olympiastadion durch die Innenstadt zur OTIS-Zentrale in Berlin-Reinickendorf. Dort fand eine Kundgebung gemeinsam mit den Belegschaften der OTIS-Hauptverwaltung und des OTIS-Werkes statt, auf der auch die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sprachen. Bernhard Baumgartner, Gesamtbetriebsratsvorsitzender von OTIS, betonte: „Die Beteiligung war enorm. Auch Beschäftigte, die sich bisher zurückgehalten haben, waren dieses Mal dabei.“

Das Unternehmen will seine Umsatzrendite von 18 auf 24 Prozent steigern. Um dies zu erreichen greift das Management von OTIS zu überholten, falschen Outsourcing-Konzepten. Die in einer komplexen Dienstleistung für die Niederlassungen und die Kunden liegenden Funktionen und Kompetenzen der Hauptverwaltung sollen ausgegliedert und abgebaut werden. Nach diesen Plänen würden jeder 4. Arbeitsplatz in der Hauptverwaltung, im Werk 30 Arbeitsplätze und über 100 Arbeitsplätze in den Niederlassungen wegfallen.

Arno Hager, stellvertretender Vorsitzender des OTIS-Aufsichtsrates und 1. Bevollmächtigter der IG Metall, Verwaltungsstelle Berlin, erklärte: „Die geplanten Outsourcing-Maßnahmen und der Arbeitsplatzabbau werden das Unternehmen in seinem Kern beschädigen. Es ist ein schwerer Fehler, dass die Maßnahmen gegen den Willen der Belegschaft einfach durchgezogen werden, um die Rendite in die Höhe zu treiben. Wir fordern vom Management, gemeinsam mit der Belegschaft Alternativen zu beraten.“

Die Arbeitgebervertreter im Aufsichtsrat verweigerten sich der Belegschaft zu stellen.

Über Ihre Berichterstattung würden wir uns sehr freuen.

Für Anfragen steht Ihnen unsere Gewerkschaftssekretärin Annette Engelfried, Handy-Nr.: 0175 1609507, gerne zur Verfügung.

Mittwoch, den 4. November 2009: OTIS-Beschäftigte aus ganz Deutschland protestieren in Berlin gegen die Pläne des Konzerns, Kernbereiche auszugliedern und massiv Personal abzubauen!

2. November 2009
Anlässlich der Sitzung des Aufsichtsrates der OTIS GmbH & Co. OHG protestieren OTIS-Beschäftigte aus der Hauptverwaltung, dem Werk in Berlin und den Niederlassungen in ganz Deutschland am kommenden Mittwoch, dem 4. November 2009, mit einem Autokorso und einer anschließenden Kundgebung gegen die geplante Ausgliederung von Kernkompetenzen und den damit verbundenen massiven Personalabbau.

Wichtige Garanten für einen nachhaltigen zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg, wie die vorhandene technische Fachkompetenz, die Fähigkeit eigene Produkte, Methoden und Prozesse zu erhalten und weiter zu entwickeln, sollen in fremde Hände gegeben werden. Nach den derzeitigen Plänen würden damit in der Hauptverwaltung jeder 4. Arbeitsplatz, im Werk 30 Arbeitsplätze und über 100 Arbeitsplätze in den Niederlassungen wegfallen.

Ursache des geplanten „Ausverkaufs“ bei OTIS sind die nach wie vor extrem hohen Renditeziele der OTIS-Mutter UTC. Ungeachtet der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen soll die Umsatzrendite von derzeit 18% auf 24% gesteigert werden. Um das zu erreichen, greift OTIS zu überholten, falschen Outsourcing-Konzepten und zu Personalabbau.

Der Gesamtbetriebsrat und die IG Metall sehen in dem auf eine kurzfristige Erhöhung der Renditen ausgerichteten Konzept des OTIS-Managements eine ernsthafte Gefahr für die Zukunft und Existenz von OTIS Deutschland. So liegen die Funktion und Kompetenzen der Hauptverwaltung gerade im Support, das heißt, in einer komplexen Dienstleistung für die Niederlassungen und Kunden von OTIS. Hier auszugliedern und abzubauen beschädigt das Unternehmen in seinem Kern.

Diesem geplanten „Ausverkauf“ von OTIS setzen die Beschäftigten am kommenden Mittwoch mit ihren Aktionen in Berlin ein deutliches NEIN entgegen und fordern damit den Aufsichtsrat auf, das Konzept der Geschäftsführung abzulehnen und in die Erstellung eines alternativen Konzeptes Expertinnen und Experten aus der Belegschaft einzubeziehen.

Der Protestkorso mit über 200 Fahrzeugen startet um 11.00 Uhr vom Parkplatz am Olympiastadion und führt über nachfolgende Route bis zur OTIS-Hauptverwaltung, Otisstraße 33, 13507 Berlin.

Fahrtroute: Olympische Straße – Reichsstraße – Theodor-Heuss-Platz –Kaiserdamm – Bismarckstraße – Ernst-Reuter-Platz – Straße des 17. Juni – Großer Stern – Spreeweg – Paulstraße – Rathenower Straße – Perleberger Straße – Fennstraße – Müllerstraße – Scharnweberstraße – Seidelstraße – Otisstraße.

Der Protestkorso mündet in eine gemeinsame Kundgebung der OTIS-Beschäftigten aus den Niederlassungen, dem Werk und der Hauptverwaltung.

Die Kundgebung beginnt um 13.00 Uhr vor der OTIS-Hauptverwaltung, Otisstraße 33, 13507 Berlin und endet gegen ca. 14.30 Uhr.

Erwartet werden 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Zu den Teilnehmenden werden unter anderem sprechen: Arno Hager, 1. Bevollmächtiger der IG Metall, Verwaltungsstelle Berlin, und stellvertretender Vorsitzender des OTIS-Aufsichtsrates, Atle Johanessen, Vorsitzender des Europäischen Betriebsrates, Bernhard Baumgartner, Vorsitzender des OTIS-Gesamtsbetriebsrates, Vertreter aus Niederlassungen und Hauptverwaltung.

Über Ihre Berichterstattung würden wir uns sehr freuen.

Für Anfragen steht Ihnen unsere Kollegin Annette Engelfried, Handy-Nr.: 0175 1609507, gerne zur Verfügung.

Protest gegen Massenentlassungen bei MTS in Berlin-Zehlendorf

23. September 2009
Etwa 60 Beschäftigte des Berliner Unternehmens MTS-Systems GmbH am Hohentwielsteig 3 in Berlin-Zehlendorf haben heute, am 23. September, mit einer einstündigen Kundgebung vor dem Unternehmen gegen geplante Massenentlassungen protestiert.

Das Management des Unternehmens, das weltweit mit etwa 1.600 Beschäftigten auf dem Gebiet der Prüf- und Sicherungstechnik für die Automobilindustrie, die Luftfahrt und andere Kunden tätig ist, will in Berlin 25 der 94 Beschäftigten entlassen, in Altersteilzeit schicken oder auf andere Weise abbauen. Die MTS-Systems GmbH in Berlin, die deutsche Tochter des US-Unternehmens, hat in den vergangenen Jahren enorme Gewinne gemacht. Allein im letzten Geschäftsjahr 2007/2008 wurden fast 11 Millionen Euro Gewinn gemacht, bei jährlichen Personalkosten von unter 10 Millionen Euro. Allein mit diesen Gewinnrücklagen könnten alle Beschäftigten bei MTS sechs Jahre lang bezahlt werden! Trotzdem lehnt das Management alle von der Belegschaft vorgeschlagenen Alternativen zu dem geplanten Personalabbau, selbst die vom Betriebsrat vorgeschlagene Kurzarbeit, rigoros ab.

Die Beschäftigten fordern gemeinsam mit ihrem Betriebsrat und der IG Metall, dass es keine Kündigungen geben darf und der Standort dauerhaft gesichert werden muss. Mit ihrer Beteiligung an der heutigen Kundgebung – alle im Werk anwesenden Beschäftigten beteiligten sich an der heutigen Aktion - haben sie deutlich gemacht, dass sie ihre Forderungen auch mit dem nötigen Nachdruck vertreten können, wenn die Geschäftsführung nicht zur Vernunft zurückkehrt.

Für weitere Rückfragen steht Ihnen unser Gewerkschaftssekretär Rüdiger Lötzer, Tel.: 0160 5331459, zur Verfügung.

Samstag, 12. September 2009: Delegiertenversammlung diskutiert betriebliche Handlungsstrategien in der Wirtschaftskrise

10. September 2009
Im Zentrum der Delegiertenversammlung der IG Metall, Verwaltungsstelle Berlin, am kommenden Samstag, dem 12. September 2009, steht das Thema „Betriebliche Handlungsstrategien in der Wirtschaftskrise“. Damit wird die auf der Betriebsräte- Fachtagung am 8. September 2009 begonnene Diskussion fortgesetzt.

Die Delegiertenversammlung findet am Samstag, dem 12.September 2009, Beginn 9.30 Uhr (Einlass ab 09.00 Uhr)im Kulturhaus Spandau (Theatersaal),Mauerstraße 6, 13597 Berlin-Spandau, statt.

Die Industrie in Berlin ist auf Grund ihrer spezifischen Struktur und den Veränderungsprozessen der letzten Jahre von der Wirtschaftskrise weniger hart betroffen als der Durchschnitt der Bundesrepublik. Trotzdem muss und wird es auch im Bereich der Berliner Metall- und Elektroindustrie weitere Umstrukturierungen geben, die insbesondere auch die betrieblichen Interessenvertretungen vor neue Herausforderungen stellen.

Ab 12.00 Uhr werden die 150 Delegierten aus nahezu allen Berliner Metall- und Elektrobetrieben gemeinsam den „Spandauer Gewerkschaftsmarkt“ in der Altstadt Spandau besuchen. Hier beginnt um 12.30 Uhr eine Podiumsdiskussion mit allen Spandauer Direktkandidaten/ -innen für den Bundestag von SPD, CDU, Linkspartei, Bündnis 90/Die Grünen und FDP. Die Podiumsdiskussion steht unter dem Motto „Trotz und gerade wegen der Krise: Gemeinsam für ein gutes Leben - unsere Anforderungen an eine andere Politik“. Die Delegierten werden sich an dieser Podiumsdiskussion aktiv beteiligen.

Über Ihre Berichterstattung würden wir uns sehr freuen.

Metall-Betriebsräte: Industriestandort Berlin hat Kraft, Perspektive und großes Zukunftspotenzial – IG Metall fordert neues Denken in Chefetagen – Klaus Wowereit würdigt Engagement der Metallerinnen und Metaller

8. September 2009
Die Berliner Metall- und Elektroindustrie hat gute Chancen, trotz einer extrem schwierigen Situation in vielen Betrieben, vergleichsweise gut aus der Krise herauszukommen und mit Tatkraft an den industriellen Wachstumsprozess von 2008 anzuschließen. Das sagte Arno Hager, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Berlin, am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Berlin. Seine Zuversicht stützt sich auf aktuelle Wirtschaftsdaten, wonach die Industrie in der Hauptstadt vom stärksten Abschwung der Nachkriegszeit aufgrund ihrer spezifischen Struktur weniger betroffen ist als der Durchschnitt der Bundesrepublik. „Nach harten Jahren der Strukturanpassung in Ost und West ist die Berliner Metall- und Elektroindustrie sehr leistungsfähig und mit einem starken Energiemaschinenbau ist sie heute stabiler als in anderen Ballungsräumen der Republik“, sagte Hager.

Die exorbitanten Umsatzeinbrüche, häufig 30 Prozent und höher, haben in den Berliner Metall- und Elektrounternehmen nicht zu Massenentlassungen geführt. „Entscheidend haben dazu die Betriebsräte der IG Metall mit vielen Vereinbarungen zur Beschäftigungssicherung und Kostensenkung sowie zur Kurzarbeit und Weiterbildung beigetragen“, so Hager.

„In der schwersten Krise seit 70 Jahren erweisen sich die betriebliche Mitbestimmung und das Engagement der IG Metall für Arbeitsmarkt- und Industriepolitik in der Stadt als stabilisierende Faktoren“, unterstrich der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (SPD). Betriebsräte seien oft länger im Amt als so mancher leitende Manager. Als profunde Kenner der Materie hätten sie frühzeitig vor den Gefahren einer übertriebenen Ausrichtung der Wirtschaft auf Finanzmarktspekulationen hingewiesen. „Diese Lebensklugheit von Betriebsräten der IG Metall bringt uns voran, damit die Metall- und Elektroindustrie in Berlin stark aus der Krise hervorgeht“, so Wowereit.

Der Berliner IG Metall-Chef Arno Hager mahnte eine grundlegende Erneuerung der Arbeitswelt an. „Wenn wir wollen, dass es nach der Krise nicht so weiter geht wie zuvor, dann muss der notwendigen Umstrukturierung ein neues Denken zugrunde liegen. Das heißt, wirkliche Wertschöpfung durch Arbeit hat Vorfahrt vor Finanzmarktspekulationen und überzogenen Renditeerwartungen. Arbeitsplätze werden sicherer durch Produkte, die mit intelligenten ökologischen Innovationen auf dem Weltmarkt überzeugen. Und, Arbeitsplätze werden attraktiver durch intelligente Arbeitszeitmodelle, leistungsgerechtere Bezahlung und einen hohen Grad an Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Männer und Frauen.“

Wie kommt die Berliner Metallindustrie aus der Krise? 300 IG Metall-Betriebsräte diskutieren

Einladung zur Pressekonferenz am 8. September 2009, 12.00 Uhr, Hotel „PULLMANN Berlin Schweizerhof“

3. September 2009
Trotz extremer Umsatzrückgänge in der Krise, der Industriestandort Berlin hat Potenzial und Perspektive, sagen die Berliner IG Metall und die Betriebsräte aus Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie. Diese Überzeugung stützt sich auf unabhängige Wirtschaftsdaten: Das Bruttosozialprodukt der Hauptstadt wird beim stärksten Abschwung der Nachkriegszeit laut Prognose des Berliner Senats mit einem Minus von vier Prozent deutlich geringer sinken als im Bundesdurchschnitt (Bundesbankprognose: Minus 6,2 Prozent). Stabilisierend wirkt hier neben anderen Faktoren die besondere Struktur der Berliner Metall- und Elektroindustrie mit einem starken Energiemaschinenbau.

Welche Rolle die Berliner Metall-Betriebsräte auf dem Weg aus der Krise, hin zu mehr Innovation und Wettbewerbsfähigkeit in den Unternehmen übernehmen wollen und welche Arbeitsmarkt-Instrumente sowohl Beschäftigung sichern und eine nachhaltige Erholung der Berliner Wirtschaft fördern können, steht im Mittelpunkt eines Forums von 300 Interessenvertretern am Dienstag, dem 8. September, in Berlin.

Wir laden Sie herzlich zu unserer Pressekonferenz am Dienstag, dem 8. September 2009, 12.00 Uhr, Hotel „PULLMANN Berlin Schweizerhof“, Raum Lausanne, Budapester Straße 25, 10787 Berlin, ein.

Teilnehmen werden Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin, Arno Hager, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Berlin sowie Betriebsräte aus Unternehmen der Berliner Metall- und Elektroindustrie.

Für Getränke und einen Imbiss ist gesorgt.

IG Metall Berlin zeichnet erste Kfz-Firma für faire Arbeitsbedingungen aus

23. Juni 2009
Die IG Metall Berlin verleiht am 30. Juni 2009 an die Firma K.I.B. Autoservice GmbH erstmals eine Auszeichnung für faire Arbeitsbedingungen. Der geschäftsführende Gesellschafter Klaus-Peter Seithe wird um 14 Uhr in seiner Firma durch Olivier Höbel, Bezirksleiter der IG Metall-Bezirksleitung Berlin-Brandenburg-Sachsen, das Zertifikat „Faire Arbeitsbedingungen im Berliner Kfz-Gewerbe“ erhalten.

„Grundsätzlich sind die meisten Inhaber von Autohäusern daran interessiert, auskömmliche Löhne und Gehälter zu zahlen. Sie sehen sich jedoch zunehmend mit der Schmutzkonkurrenz aus den eigenen Reihen konfrontiert und müssen gegenhalten. Das würdigen wir“, sagte Burkhard Bildt, Handwerkssekretär der IG Metall, Verwaltungsstelle Berlin. Deshalb ist es wichtig, diejenigen Firmen ins Licht der Öffentlichkeit zu stellen, deren Geschäftsmodell trotz Krise faire Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter einschließt.

Die Berliner Medien sind herzlich zur Berichterstattung eingeladen.

Die Auszeichnung findet in den Räumlichkeiten der Reparaturannahme statt.

30. Juni 2009
14 Uhr
K.I.B. Autoservice GmbH
Blankenburger Straße 85 - 105
13156 Berlin

Einladung zur Delegiertenversammlung der IG Metall, Verwaltungsstelle Berlin, am Mittwoch, dem 24. Juni 2009

22. Juni 2009
Sehr geehrte Damen und Herren,

wir laden Sie herzlich zur Delegiertenversammlung der IG Metall, Verwaltungsstelle Berlin, ein.

Die Delegiertenversammlung findet am Mittwoch, dem 24. Juni 2009, Beginn 15.00 Uhr, im Vereinsheim der Dauerkleingärten „Am Buschkrug“, Buschkrugallee 175, 12359 Berlin-Britz, statt.

Der Delegiertenversammlung, dem „örtlichen Parlament“ der IG Metall in Berlin, gehören 150 Kolleginnen und Kollegen an, die von den Mitgliedern der IG Metall in allen Berliner Metall- und Elektrobetrieben gewählt wurden.

Im Mittelpunkt der Delegiertenversammlung steht das hoch aktuelle Thema „Junge Generation heute: Zwischen sozialer Unsicherheit und den eigenen Erwartungen an ein gutes Leben“, das im Rahmen der zentralen Kampagne der IG Metall „Gemeinsam für ein gutes Leben“ behandelt wird.

in der anschließenden Podiumsdiskussion werden sich Pitt Rulff (Vorsitzender der Schulleitervereinigung „Berufliche Bildung“ in Berlin), Bernhard Bleiber (Schulleiter des Oberstufenzentrums „Maschinen- und Fertigungstechnik“) sowie Jugend- und Auszubildendenvertreter/innen aus den Betrieben KME Brass und Daimler Mercedes-Benz-Werk mit der Situation der Berufsschule „Als Stiefkind der Bildungspolitik“ auseinandersetzen.

Am Rande der Delegiertenversammlung besteht für Sie die Möglichkeit zu Gesprächen mit den Kolleginnen und Kollegen aus den Berliner Metall- und Elektrobetrieben über die Situation und Stimmung in den Betrieben.
Letzte Änderung am 02. 03. 2010 17:01