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IG Metall Weilheim - 2019 Tarifabschluss bei Hoerbiger

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Beschäftigte bei Hoerbiger können wählen zwischen Geld und zusätzlich freien Tagen

Tarifabschluss bei Hoerbiger

Auch bei Hoerbiger gelten nun vergleichbare Regelungen des Tarifvertrages T-Zug, der bereits letztes Jahr im Zuge der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie mit der Wahloption Geld oder freie Tage für ausgewählte Beschäftigtengruppen ausgehandelt wurde.

Die Unternehmensleitung von Hoerbiger hatte der Anwendung dieses neuen Tarifvertrages widersprochen.

Da bei Hoerbiger lediglich ein anerkennungstarifvertrag gilt, der nicht automatisch alle Regelungen der Fläche übernimmt, musste hier betrieblich nachverhandelt werden. Zwar wurde die in der Tarifrunde vereinbarte Entgelterhöhung weitergegeben - die Wahloption des neuen Tarifvertrages sollte den Beschäftigten allerdings vorenthalten werden.

Der IG Metall ist es in vier intensiven Verhandlungsrunden gelungen den Hoerbiger Konzern von den Vorteilen einer Wahlmöglichkeit für die Beschäftigten im Tarifvertrag zu überzeugen. "In Zukunft bekommen also genau die Beschäftigten, die besonderen Belastungen ausgesetzt sind, die Möglichkeit sich durch die zusätzlichen freien Tage zu erholen. Alle anderen profitieren von einer deutlichen Entgeltsteigerung", so Philip Kränsel von der IG Metall Weilheim.

Seit dem 1. Januar 2019 können also nun auch die über 1600 Beschäftigten bei den Hoerbiger Werken in Schongau, Altenstadt und Penzberg wählen: Entweder sie entscheiden sich für eine Sonderzahlung in Höhe von 27,5 Prozent eines Monatsgehalts. Wer indes in Schicht arbeitet oder Kinder im Alter bis zu acht Jahre hat oder Angehörige mit min. Pflegegrad 1 in häuslicher Umgebung pflegt, der kann statt der vollen Sonderzahlung auch sechs zusätzliche freie Tage beantragen.