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IG Metall Weilheim - 2020 Tarifabschuss für Bayern

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 Was bedeutet uns der Tarifabschluss


Ein Stück mehr Sicherheit

"Mit diesem Ergebnis haben Beschäftigte in der Corona-Krise wenigstens ein Stück mehr Sicherheit für ihre Arbeitsplätze und ihr Entgelt sowie bessere Möglichkeiten für die Kinderbetreuung. Die Sozialpartner haben Verantwortung übernommen und leisten ihren Beitrag, die Corona-Krise gemeinsam zu meistern. Damit ist es aber nicht getan. Als IG Metall setzen wir uns weiter auf allen Ebenen dafür ein, dass Beschäftigte jetzt nicht unter die Räder kommen."

Johann Horn, IG Metall Bayern


Bessere Betreuung

"Es kommt den Beschäftigten sehr zugute, dass die Wahloption auf 8 freie Tage jetzt auch für Eltern von Kindern bis 12 Jahre ausgeweitet wird. Das verschafft ihnen bei Betreuungsproblemen ein gutes Stück Luft mehr. Und wenn alle Stricke reißen, gibt es noch die 5 zusätzlich bezahlten freien Tage."

Sigrid Heitkamp, Siemens Erlangen


Existenzen sichern!

"Das Ergebnis ist für die Sondersituation jetzt gut. Wir müssen verhindern, dass Kolleginnen und Kollegen in Kurzarbeit in eine existenzielle Krise kommen. Und es ist gut, wenn Eltern sich mehr um ihre Kinder kümmern können, statt Oma und Opa als Risikogruppe gefährden oder ihr Einkommen riskieren zu müssen"

Martin Heiß, Grammer Amberg


Akuthilfe in der Krise

"Es ist gut, dass wir jetzt diesen Tarifabschluss als Akuthilfe für Beschäftigte erreicht haben. Aber: Wenn Corona abklingt, kommt auch wieder unser Zukunftspaket als Antwort auf Digitalisierung und Dekarbonisierung auf den Tisch!"

Wolfgang Kormann, KSB Pegnitz

 

So funktioniert der Krisen - Tarifvertrag

Mehr Recht auf Freistellung und eine solidarische Absicherung von gefährdeten Beschäftigten: Das ist der Kern des neuen Tarifpakets mit dem Arbeitgeberverband VBM für Beschäftigte in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie, das auf die Corona-Krise reagiert.

 

     Bezahlte Betreuung

Das ist neu: Eltern mit Kindern im Alter bis zu 12 Jahren erhalten bei Betreuungsengpässen mehr bezahlte Freistellungen.

So funktioniert´s: Die Wahloption beim tariflichen Zusatzgeld (T-Zug) wird ausgeweitet auf Eltern von Kindern im Alter bis 12 Jahren (bisher: 8 Jahre). Auch sie können dieses Jahr statt des Gelds 8 Tage bezahlt freinehmen, um ihre Kinder zu betreuen. Sind Zeitkonten, Urlaub, die Zeiten aus der Wahlopiton und gesetzliche Freistellungsansprüche ausgeschöpft, können Eltern noch fünf Tage extra nehmen. Voraussetzung: Kita oder Schule sind behördlich geschlossen.

 

     Solidartopf

Das ist neu: Für soziale Härtefälle während der Krise gibt es in jedem Betrieb einen Solidartopf.

So funktioniert´s: Das Unternehmen zahlt je Beschäftigtem 350 Euro in einem Solidartopf. Gibt es keine betrieblichen Probleme, gibt es das Geld für jeden im Dezember. Bei Kurzarbeit aber werden mit dem Geld soziale Härten abgefedert, wenn es etwa keine betrieblichen Aufzahlungen aufs Kurzarbeitergeld gibt. Wer wie vom Solidartopf profitiert, vereinbaren Betriebsrat und Unternehmen.

 

  Kurzarbeit

Das ist neu: Um Kurzarbeit zu vermeiden und die Einbußen dadurch abzufedern, kann es mehr bezahlte Freizeit und mehr Geld vom Staat geben.

So funktioniert´s: Anstatt des tariflichen Zusatzgelds können Betriebsräte und Unternehmen festlegen, dass alle Anspruchs-berechtigten (Schichtarbeiter, Eltern, Pflegende) 8 Tage frei erhalten. Alle übrigen Beschäftigten können statt des Gelds 6 Tage bezahlt frei bekommen. Außerdem können Betriebsrat und Unternehmen vor Kurzarbeit Sonderzahlungen auf das Monatsentgelt umlegen. Wegen der geänderten Berechnungsgrundlage erhöht sich nicht nur das staatliche Kurzarbeitergeld. Sondern es sind auch betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen.