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IG Metall Weilheim - 2021 Zweite Warnstreikwelle in Weilheim

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Broschüre zu den Forderungen

 

Zweite Warnstreikwelle in der Metall- und Elektroindustrie

Mehr Sicherheit für die Beschäftigten

Am Dienstag, den 23.03.2021, waren die Kolleginnen und Kollegen von Zarges Weilheim, Aerotech Peissenberg, Jenoptik Altenstadt, Weber Schraubautomaten Wolfratshausen und Hilti Kaufering, anlässlich der zweiten Warnstreikwelle, erneut zum Warnstreik aufgerufen. Es waren rund 90 Fahrzeuge und über 200 Beteiligte auf dem Volksfestplatz in Weilheim versammelt und veranstalteten zur Tarifkundgebung beistimmend Hupkonzerte.

Redebeiträge zur Tarifauseinandersetzung gab es von Judith Neumann (Betriebsratsvorsitzende Zarges), Klaus Kees (Betriebsratsvorsitzender Aerotech) und Kenan Hrustanovic (stellvertrender Betriebsratsvorsitzender Weber). Unterstützende Worte gab es auch von Beteiligten, die sich momentan zwar nicht in Tarifverhandlungen befinden, aber solidarische Grußworte an die Streikenden richteten, wie Erwin Helmer von der Betriebsseelsorge, Andreas Neugebauer (Betriebsratsvorsitzender Xylem) und auch Alois Bader (Betriebsratsvorsitzender Maschinen Bauer). Zur Unterstützung gekommen waren auch Kolleginnen und Kollegen von verschiedenen Hoerbiger Betrieben und von Kennametal aus Schongau.

Darüber hinaus ließ es sich auch die IG Metall Jugend nicht nehmen die Tarifforderungen lautstark zu unterstützen. Dazu gab es Reden zu den Jugendforderungen von Quirin Brunner als Ortsjugendausschuss-Mitglied, der sich wünscht, dass die Jugend sich keine Sorgen um ihre Zukunft machen muss, von Eva Wohlfahrt als Bezirksjugendsekretärin von Bayern, die sich beschwerte, dass die Azubis in Bayern hängen gelassen werden und Patrick Gabanyi Jugendsekretär der IG Metall Weilheim der sich kämpferisch zeigte und an die Arbeitgeber appellierte, dass es eine Corona-Generation nicht geben dürfe.

Das abschließende Resümee des ersten Bevollmächtigten der IG Metall in Weilheim, Helmut Dinter, an alle Beteiligten war deutlich: „Wenn es keine Einigung gibt, gehen wir klar in Richtung Urabstimmung und Streiks.“

Bis zum Mittwoch, den 24.03.2021 16:00 Uhr, hatten sich bereits 176.248 Kolleginnen und Kollegen an den bayernweiten Warnstreiks beteiligt.

Johann Horn, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, hatte diese Woche bereits mehrere Botschaften an die Arbeitgeber geschickt und auf eine Einigung gedrängt:

„Bis zum Ende der Woche werden wir unsere Warnstreiks auf hohem Niveau fortsetzen. Danach werden wir sehen, ob die Arbeitgeber den ernsthaften Willen haben, vor Ostern zu einer Lösung zu kommen oder ob sie eine Verschärfung der Tarifauseinandersetzung provozieren.“

"Wir hoffen, die Arbeitgeber verstehen die Signale der Beschäftigten. Die Menschen verlangen eine finanzielle Beteiligung an der wirtschaftlichen Erholung und Sicherheit für ihre Arbeitsplätze - und sie sind bereit dafür zu kämpfen."

„Die Arbeitgeber müssen jetzt endlich zügig ein Angebot auf den Tisch legen, mit dem wir die Kaufkraft stärken, Jobs sichern und Zukunftsperspektiven aufzeigen können. Wir wollen eine Lösung vor Ostern, aber das kann nur eine gute Lösung für die Beschäftigten ein.“