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Für alle, die mehr wollen...


Ohne Tarifvertrag ist alles doof!


Atos

Es geht um Sicherheit und mehr!


Der Tarifabschluss bei Atos aus der ersten Jahreshälfte 2018 hatte noch einige Punkte offen gelassen, die Ende 2018 geklärt werden sollten: Beschäftigungssicherung, ein Tarifvertrag für Dual Studierende, eine Erfolgsbeteiligung und strukturelle Verbesserungen. Letztere stehen nach wie vor ganz oben auf der Agenda der Beschäftigten.

In der Informations- und Kommunikationstechnologie Branche sind mehr als eine Million Menschen beschäftigt. Die Branche nimmt eine Schlüsselrolle in der wirtschaftlichen, technischen und gesellschaftlichen Entwicklung ein. Autonomes Fahren, intelligente Mobilitätskonzepte, digitale Landkarten, landwirtschaftliche Produktionssysteme, vernetzte Geräte in Produktion und Haushalten, digitalisierte Verwaltungsabläufe, Patientensysteme – es gibt kaum noch einen Bereich, in dem IT keine Rolle spielt.
Getrieben durch den digitalen Transformationsprozess, erleben wir eine starke Veränderung und Diffusion der Branche. Was früher als eigene Branche darstellbar und abgegrenzt war, verlagert sich heute in unterschiedliche Bereiche und Branchen (unter anderem in die Automobilindustrie). Die Digitalisierung betrifft heute bereits alle Industriesektoren und Kundenbereiche. Bei den meisten gehört IT inzwischen zum Kerngeschäft. Die Beschäftigungschancen für IT-Spezialisten sind also gut – da sind sich alle Experten einig. Aber dass sie unter guten Bedingungen arbeiten, ist damit nicht automatisch festgelegt.

Dass diese Bedingungen eben nicht so gut sind, erleben die Beschäftigten des IT-Dienstleisters Atos. Sie stehen unter Wettbewerbs- und Kostendruck. Sie sind zu teuer, arbeiten zu wenig, verdienen zu viel, sind zu unflexibel. Das ist der Blick des Arbeitgebers, vor allem in Zeiten von Tarifverhandlungen. Dass ein Großteil der Schwierigkeiten hausgemacht ist, wird dann seitens der Arbeitgeber gern übersehen.

Aus dem Tarifabschluss bei Atos in der ersten Jahreshälfte 2018 blieben die Punkte Beschäftigungssicherung, Erfolgsbeteiligung, ein eigener Tarifvertrag für Dual Studierende und strukturelle Verbesserung offen und sollten gegen Ende des Jahres in einen Tarifvertrag verhandelt werden. Hier gibt es noch keinen Erfolg zu vermelden. Die Forderung nach einer Erfolgsbeteiligung resultierte aus den Verzichten der letzten Jahre. So argumentierte der Arbeitgeber immer, dass die wirtschaftliche Lage eine Erhöhung wie in der Metall- und Elektroindustrie nicht zulasse. Umso erstaunlicher war es dann, dass sich nach den Tarifabschlüssen die wirtschaftliche Lage immer so weit erholte, dass sogar Gewinne erzielt werden konnten.
Leider erscheint die Arbeitgeberseite auch ideenlos, wenn es um die Verbesserung der strukturellen Herausforderungen geht. Solche Prozesse können tatsächlich auch nur erfolgreich geführt werden, wenn Beschäftigte eingebunden sind. Sie kenne sich aus, sie wissen, wo was verbessert werden kann. Die IG Metall organisiert diesen Prozess mit ihren Mitgliedern: Die Vertrauensleute von Atos haben mitgewirkt ein Positionspapier zu entwickeln, das aufzeigt wo strukturelle Verbesserungen nötig sind und wie diese aussehen können. Dieses wurde an den Arbeitgeber übergeben, eine Reaktion steht noch aus.

Die IG Metall ist verhandlungsbereit und wartet auf die Gesprächsbereitschaft des Arbeitgebers. Im Februar werden die Verhandlungen voraussichtlich fortgeführt. Wir bleiben am Ball und informieren!


Kennametal Widia

Erstmal stiller Protest


10.01.2019 I Für die Beschäftigten bei Kennametal Widia bedeutet Zukunft „abwarten“, denn der Arbeitgeber hat noch keine Ideen wie es weitergeht.

Am 27.12.2018, 00.00 Uhr spannten Beschäftigte bei Kennametal Widia in Lichtenau Transparente an die Werkszäune, um auf die Situation der Beschäftigten aufmerksam zu machen. Der Standort befindet sich in einer selbst verschuldeten Krise. Das amerikanische Unternehmen hatte für den Standort Lichtenau die Losung rausgegeben, nur noch Aufträge mit einer Marge von mindestens 50% anzunehmen, mit der Folge, dass sich die Auftragslage drastisch verschärft hat. Es gibt kaum noch Arbeit und eine Zukunftsstrategie ist nicht in Sicht oder wie es der Arbeitgeber formuliert „noch in Arbeit“. Für die Beschäftigten ist völlig unklar wie es weitergehen soll. Fakten werden allerdings schon geschaffen, in dem noch im Januar Maschinen nach China verlagert werden, weil diese nicht ausgelastet seien. Kein Wunder, wenn die Produktion bewusst so weit runtergefahren wird. Dass es sich bei den Maschinen um die modernsten am Standort handelt, beunruhigt die Beschäftigten ebenfalls. Denn in die verbleibenden Produktionsmaschinen müsste dringend investiert werden, um den Kundenanforderungen gerecht zu werden.

„Bei Kennametal Widia wird deutlich, wohin die absolute Profitmaximierung führt. 150 Existenzen blicken in ein unsicheres 2019, weil der Arbeitgeber den Hals nicht voll bekommt“, so Bianka Möller, 2. Bevollmächtigte der IG Metall Westmittelfranken. Unbekannte machten sich allerdings gleich am Morgen des 27.12.2018 daran die Transparente wieder abzuhängen. Offensichtlich möchte man die Probleme „im Haus“ behalten. Für die Beschäftigten geht die Zeit des Abwartens weiter, denn eine Zukunftsstrategie ist weiter nicht in Sicht. So regte der Arbeitgeber auch an, eine Betriebsversammlung Ende Januar zu verschieben, „schließlich würde es immer noch keine neuen Informationen geben“. Schade, dass man so mit der Existenz der Beschäftigten spielen darf!


Delegiertenversammlung

 Bild u. Text: Ch.Geuting

4. Delegiertenversammlung


13.12.2018 I Am Montag den 10.12.2018 fand die 4. und damit letzte Delegiertenversammlung mit
VL-Konferenz 2018 in Dietenhofen statt. Auf der Tagesordnung stand neben dem Geschäftsbericht auch die Nachwahl für 2 neue Ortsvorstandsmitglieder. Das sind Bernd Hager von Faber Castell und Matthias Preis von Kennametal Widia (s. Bild). Sie werden diese Aufgabe im neuen Jahr beginnen.
Zum Thema Tarifaustritt von Steadtler wurden die Anwesenden von Carsten Kuttnik, zuständig für die Schreib- und Zeichenindustrie im Bezirk über den aktuellen Stand informiert.
Am Ende wurde der langjährige Bezirkssekretär Michel Knuth verabschiedet, der über viele Jahre die Geschäftsstelle Fürth bzw. Westmittelfranken betreut und unterstützt hat. "Trotz Ruhestand werde ich noch viel zu tun haben", so Michel Knuth über seine weiteren Pläne.
Ein aufregendes Jahr geht zu Ende, das neue verspricht jetzt schon viele weitere Herausforderungen und Aufgaben für alle.

Aktion "Wir geben etwas ab"

 Text: Ch.Geuting

"Wir geben etwas ab"


13.12.2018 I Die ersten voll gepackten Tüten wurden an die Tafeln in Ansbach und Fürth übergeben.
Schon letztes Jahr haben viele Kollegen und Kolleginnen aus den Betrieben fleißig Taschen gepackt. In diesem Jahr noch viele mehr. Wie viele es insgesamt werden, ist jetzt noch nicht klar, da noch weitere Abgabetermine folgen. An alle die die Aktion unterstützen einen herzlichen Dank! Es kommt bei den richtigen an.

Jubilarehrung

 Bild u. Text: Ch.Geuting

Jubilarehrung 2018


30.10.2018 I Von ca. 190 geladenen Jubilaren wurden rund 30 am Freitag den 26.10.2018 in einer feierlichen Atmosphäre für ihre langjährige Treue in der IG Metall geehrt. Sie blicken auf 40 bis 70 Jahre Mitgliedschaft und damit auf bewegte Zeiten zurück, über die Klaus-Dieter Winnerlein,1. Bevollmächtigter der Geschäftsstelle einen kurzen Überblick gab. Nachkriegszeit, Wirtschaftskrisen, Streik um die 35h Woche, um nur einige Meilensteine zu nennen, die die Jubilare miterleben durften. Bei den Jüngeren im Raum hinterließen einige Ereignisse fragende Blicke. Neben dem geschichtlichen Rückblick sollten aber die Gegenwart und auch die Zukunft einen Platz in der Festrede haben. Denn immer noch gilt, wer aus der Geschichte nicht lernt, wird die Fehler wieder begehen. Dies zu verhindern ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit, und liegt in der Verantwortung der zukünftigen Generationen. Bei einem gemeinsamen Abendessen und vielen Geschichten klang der Abend aus.

Aktion "Wir geben etwas ab"

 Bild: K.-D.Winnerlein Text Ch.Geuting

"Wir geben etwas ab"


26.10.2018 I Letztes Jahr haben wir erstmalig diese Sammelaktion ins Leben gerufen, mit großem Erfolg und vielen Unterstützern. Deshalb wollen wir dieses Jahr wieder die Tafeln in unserer Region unterstützen. Neben der Tafel in Ansbach werden jetzt Rothenburg, Fürth und der Verein "Iss was" in Neustadt unterstützt. Die Lagerung werden wir dezentral organisieren. Weitere Details dazu werden folgen, ebenso für den genauen Tag der Abgabe der Tüten. Damit jetzt schon fleißig eingekauft werden kann, findet ihr hier die Einkaufsliste als Download. Wir sind alle gespannt, mit wie vielen Tüten wir dieses Jahr Bedürftige unterstützen können.
Einkaufsliste pdf

M+E Tarifrunde 2018

Anträge und Tarif TV

09.07.2018 I Mehr Geld und mehr Zeit für die Beschäftigten: Das Ergebnis der Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie gab es nicht geschenkt. Der Film zeigt, was es dafür alles braucht:



Außerdem hier findet ihr hier den Antrag auf 8 Tage tarifliche Freistellung sowie den Antrag auf verkürzte Vollzeit zum Download:


Tarifrunde

Tarifergebnis Baden-Württemberg


WIR für mehr
Tariferfolge der IG Metall
17.04.2017 Ι Argumente zur Mitgliederwerbung gibt es genug in unserer Tarifhistorie:

Tarifbindung: In sechs Schritten zum Tarifvertrag
Wie komme ich zu einem Tarifvertrag?
12.07.2016 Ι Ob bei Einkommen, Arbeitszeit oder Urlaubsanspruch - mit Tarifvertrag geht's im Betrieb gerechter zu. Für alle, deren Betrieb bisher nicht tarifgebunden ist, zeigen wir in sechs Schritten, wie sich das ändern lässt.
mehr...


So können Betriebsräte rassistischer Hetze begegnen
In den sozialen Medien, aber zunehmend auch in den Betrieben findet eine Debatte über die aktuelle Flüchtlingspolitik statt. Neben sachlichen Äußerungen kommt es dabei immer häufiger zu unsachlichen Angriffen bis hin zu rassistischer Hetze. Wie können Betriebsräte argumentieren und welche rechtlichen Handlungsmöglichkeiten haben sie in diesem Zusammenhang? weiterlesen...