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Ohne Tarifvertrag ist alles doof!


Für alle, die mehr wollen...



Tarifverhandlung

Rosinenplückerei und gesetzliche Standards wären ständig zugegen

10.08.2021 | Am 03. August fand die zweite Verhandlung zu einem Haustarifvertrag bei der Firma Jost statt. Begleitet wurde diese durch die Roadshow, die den ganzen Tag vor Ort war um unsere Kolleg*innen zu informieren. Die Verhandlung gestaltete sich sehr zäh, da die Arbeitgeberseite darauf bestand, den Manteltarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie Bayern Wort für Wort zu lesen, um zu erklären, was sie alles aus diesem ablehnen. Die Tarifkommission und die IG Metall Westmittelfranken empfand dies als Hinhaltetaktik.

Der Arbeitgeber vermittelte über die ganze Verhandlung den Eindruck, die Kolleg*innen von Jost am Standort Wolframs-Eschenbach hätten stets ihren eigenen Vorteil im Sinn und deswegen müsse man sich als Arbeitgeber*in vor der Ausbeutung durch die Arbeitnehmer*innen schützen. Unsere Kolleg*innen würden als Blaumacher dargestellt, ihnen stünde zudem kein besonderer Kündigungsschutz nach langjähriger Betriebszugehörigkeit oder mit fortgeschrittenem Alter zu - und ein Rückkehrrecht in den alten Job in Teilzeit nach der Elternzeit sei auch nicht vorgesehen.
Besonders geärgert hatte uns die Sicht der Arbeitgeberseite, dass Schichtarbeitende keinen besonderen Belastungen ausgesetzt wären, bzw. diese bereits mit dem derzeit bei Jost bezahlten Zuschlag abgegolten sind. Aus diesem Grund wurde die bezahlte Pause bei Arbeitnehmer*innen, die in Dreischicht arbeiten von der Gegenseite strikt abgelehnt.
Zudem ist der Arbeitgeber nicht bereit, die generelle bezahlte Freistellung für die Ausübung von Ehrenämtern, die freiwillige Feuerwehr oder THW, zu gewähren. Vielmehr möchte man das im Einzelfall und nach Gutsherrenart entscheiden, welches Ehrenamt eine bezahlte, und welches eine unbezahlte Freistellung bekommt.

Insgesamt sind wir durch die Verzögerungsversuche seitens des Arbeitgebers in vier Stunden nur bis § 12 von 24 gekommen. Beide Seiten haben Abweichungen vom MTV gewünscht. Dies nehmen wir in die Gesamtverhandlungen zu einer Paketlösung zum Schluss mit auf. Die nächste Verhandlung findet am 08. September 2021 statt.

Tarifkommission und IG Metall bei Jost
v.l.n.r.: Steffen Salzer (Tarifkommission), Klaus-Dieter Winnerlein (IG Metall Westmittelfranken), Lea Zinser (IG Metall Westmittelfranken, Markus Dölla (Tarifkommission), Benjamin Funk (Tarifkommission)

IG Metall Roadshow bei Jost

Bericht und Fotos: Lea Zinser

Haustarif

Verhandlungsergebnis Staedtler bestätigt

26.05.2021 I Am 25. Mai stimmte die IG Metall Haustarifkommission der drei Standorte dem Verhandlungsergebnis zu. Unterm Strich steht somit ein gutes Ergebnis für die Beschäftigten bei Staedtler. Trotz der schwierigen Situation konnte die IG Metall bei Staedtler folgendes durchsetzen:
  • Entgelterhöhung von 1,4 Prozent ab 01. Mai 2021, mindestens aber 50 €
  • Corona-Prämie von 350 € für Vollzeit-Beschäftigte, 200 € für Auszubildende netto
  • Verhandlungsverpflichtung 2022: über zusätzliche Sonderzahlung mit Wahl zur Umwandlung in freie Tage
  • Laufzeit bis 30. April 2022
Das Ergebnis würdigt das Engagement der Kolleginnen und Kollegen in der Corona-Pandemie. Gleichzeitig ist der Fokus für die nächste Tarifrunde klar: weitere Verbesserungen im Haustarifvertrag bei Staedtler.

Wir danken allen Kolleg*innen von Staedtler für ihre Unterstützung in der Tarifrunde.

Tarifkommission Staedtler

Text: Lea Zinser, Bild: Klaus-Dieter Winnerlein

Haustarif

Haustarifrunde erfolgreich!

25.05.2021 I Gemeinsam mit der IG Metall Westmittelfranken konnte die Tarifkommission der Distriparts Deutschland GmbH einen Tariferfolg erzielen. Im Rahmen der Verhandlungen zum Haustarifvertrag konnten alle geltenden Tarifverträge beibehalten werden, sowie die Arbeitszeit aller Beschäftigten (inklusive Auszubildende) um je eine Stunde bei vollem Lohnausgleich abgesenkt werden. Für Teilzeitbeschäftigte gilt dies anteilig.
Zudem wurde erstmals die unbefristete Übernahme von Auszubildenden geregelt, sowie eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um je 150€ monatlich pro Ausbildungsjahr.
Besonders erfreulich ist auch die Weiterführung der Mitgliedschaft aller IG Metall-Mitglieder bei der GUV/Fakulta, die vom Arbeitgeber finanziert wird.
Die Laufzeit des Haustarifvertrags ist bis 31.12.2021.

Da auch die Verhandlungen für den Entgelttarifvertrag vor der Tür standen, haben sich beide Tarifvertragsparteien darauf geeinigt, diese vorzuziehen. Auch hier konnte seitens der IG Metall ein großer Erfolg erzielt werden: Alle Arbeitnehmer*innen der Distriparts Deutschland GmbH erhalten eine Corona-Beihilfe für das Jahr 2021 in Höhe von 500 € netto, Auszubildende erhalten 300 €. Teilzeitarbeitnehmer*innen erhalten die Beihilfe anteilig ihrer individuellen regulären Arbeitszeit. Die Auszahlung erfolgt im Juni 2021.
Die Tarifvertragsparteien haben sich auf eine Verhandlungsverpflichtung über ein Transformationsgeld und weitere Entgeltbestandteile im 2. Quartal 2022 geeinigt. Die Laufzeit des Entgelttarifvertrags ist bis 31.07.2022.

Wir bedanken uns ganz herzlich für die Beteiligung der Tarifkommission und aller Beschäftigten.

Tarifrunde M+E 2021

Gemeinsam geschafft!

29.04.2021 I Am 21.04.2021 hat unsere Tarifkommission fast einstimmig dem Verhandlungsergebnis für die Metall- und Elektroindustrie Bayern zugestimmt. Damit erhalten die Beschäftigten im Juni 500 € Corona-Beihilfe, für zur Aus- und Weiterbildung beschäftigte Arbeitnehmer*innen gibt es 300€.
Ab 2022 gibt es dauerhaft eine neue jährliche Sonderzahlung, die immer im Februar ausgezahlt wird. Dieses so genannte Transformationsgeld beträgt im Februar 2022 18,4% eines Monatsentgeltes, ab Februar 2023 sogar ganze 27,6%.

Das Besondere dabei ist: Die Betriebsparteien entscheiden, ob das Transformationsgeld tatsächlich als Sonderzahlung ausgezahlt oder für einen Teilentgeltausgleich bei einer kollektiven Arbeitszeitabsenkung zur Beschäftigungssicherung eingesetzt wird. Damit verbunden sind neue Möglichkeiten, nach Ablauf der Kurzarbeit die Arbeitszeit in den Betrieben bis zu drei Jahre lang von 35 auf 32 Wochenstunden abzusenken.

Zudem setzt der Tarifabschluss auch erstmals einen Rahmen für betriebliche Zukunftstarifverträge.

Auch beim Thema Jugend hat es eine bayerische Besonderheit. So konnte nicht nur die unbefristete Übernahme aller Auszubildenden in Bayern fortgesetzt, sondern auch Dual Studierende mit aufgenommen werden.
Ausbildungsintegrierte Dual Studierende erhalten künftig genauso wie Auszubildende ein Angebot zur Übernahme nach Abschluss des Studiums. Praxisintegrierte Dual Studierende sollen bevorzugt eingestellt werden. Beides ist nun erstmals tarifvertraglich geregelt.

Wir, als IG Metall Westmittelfranken, sagen Danke an alle unsere Mitglieder für die starke, zahlreiche und kreative Beteiligung in dieser einmaligen Tarifrunde M+E.
Wieder einmal haben wir bewiesen, dass wir gemeinsam und solidarisch unsere Interessen durchsetzen können – und das trotz erschwerten Bedingungen durch die Pandemie.

Dieser Abschluss ermöglicht die Stabilisierung von Einkommen, Beschäftigungssicherung und das Schaffen von Zukunftsperspektiven. Genau das war unser Ziel und wir haben es gemeinsam erreicht.

Danke-Plakat Tarifrunde M+E 2021

Grafik zum Tarifergebnis M+E Bayern

Collage der Aktionen der Betriebe

Text und Bilder: Lea Zinser

Haustarif

Ein guter Organisationsgrad sorgt für Erfolge!

27.04.2021 I Bei der Tecpoles GmbH geht es um einen modernen Haustarifvertrag. Um sich in der Frage eines Entgelttarifvertrages erst einmal Luft zu verschaffen und dem Engagement der Beschäftigten in der Corona-Krise Rechnung zu tragen, wurde eine Corona-Prämie ausgehandelt: 1.000 €! Ein voller Erfolg der Mitglieder!

Geplanter Stellenabbau

Zusammenstehen auch mit Abstand

20.02.2021 I Auf Grund von geplantem Stellenabbau bei Faber-Castell kam es zu Sozialplan- und Interessensausgleichsverhandlungen. In Zusammenarbeit zwischen Betriebsrat und Gewerkschaft konnte in mehreren Verhandlungsrunden, das erste, nicht akzeptable Angebot der Geschäftsführung deutlich verbessert werden. Vor allem für die unteren Einkommensgruppen konnte am letzten Verhandlungstermin noch eine enorme Verbesserung beschlossen werden. Zudem wurde auch die Anzahl der möglichen Kündigungen deutlich reduziert.

Vor der letzten Verhandlungsrunde am Montag, den 15.02.2021, hat es trotz Pandemie und unter Beachtung aller geltenden Hygienemaßnahmen eine spontane Beteiligung der Belegschaft gegeben. Mit Abstand und Maske bildeten die Arbeitnehmer*innen ein Spalier auf der Brücke zum Werksgelände hin und symbolisierten somit: Wir stehen auch mit Abstand zusammen!
Diese Aktion hat unserer Verhandlungskommission den Rücken gestärkt und der Geschäftsführung gezeigt, dass große Teile der Beschäftigten hinter Betriebsrat und Gewerkschaft stehen und sich für ihre Interessen einsetzen.

Ein Dank-Schreiben für die Teilnehmenden der Aktion findet ihr hier als Flyer (PDF, 1,2 MB).

Spontan-Aktion bei Faber Castell Spontan-Aktion bei Faber Castell
Text: Lea Zinser, Fotos: Klaus-Dieter Winnerlein, V.i.S.d.P. Flyer: Klaus-Dieter Winnerlein