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Für alle, die mehr wollen...


Ohne Tarifvertrag ist alles doof!


Aktion "Wir geben etwas ab"

 Bild u. Text: Ch. Geuting

Wir geben etwas ab...an die, die es brauchen


19.02.2019 I Wir sagen Herzlichen Dank für die überwältigende Unterstützung der gemeinsamen Spendenaktion der IG Metall Westmittelfranken und vieler Betriebe in der Region. Zugute kamen die Geschenke bedürftigen Menschen, die zu den Tafeln in Fürth, Rothenburg, Ansbach, Scheinfeld, Uffenheim, Langenzenn und Leutershausen kommen. Die Aktion „Wir geben etwas ab“ wurde bereits im Jahr 2017 gestartet, jedoch nicht in diesem Ausmaß. Jetzt wurden insgesamt ca. 1520 Tüten in den Betrieben gesammelt und verteilt. Das heißt, es wurden zusammen 15.200 € gesammelt und zusätzlich noch Sach- & Geldspenden an die Tafeln überreicht. Zum Vorjahr verglichen sind dies ca. 1100 Tüten mehr! Mit der Aktion wollen wir Menschen helfen, Freude verbreiten und ihnen ein etwas angenehmeres Weihnachten verschaffen. Dank eurer Unterstützung ist uns das mit Sicherheit gelungen.


Leistungspolitische Offensive

 Bild u. Text: Ch.Geuting

Auftackt zur leistungspolitischen Offensive


07.02.2019 I Am 16.2.2019 findet die Auftaktveranstaltung zur "leistungspolitischen Offensive" statt. Das Thema Leistung soll in diesem Jahr Schwerpunktthema der Geschäftsstelle Westmittelfranken sein.
Dazu ein Interview mit dem 1. Bevollmächtigten Klaus-Dieter Winnerlein.

Warum das Thema Leistung?
"Anscheinend unterschiedliche Problemlagen in den Betrieben haben meist eine Ursache, nämlich in der nicht oder schlecht geregelten „Leistung im Betrieb“. Wir als Geschäftsstelle sehen hier auch eine wohlüberlegte Strategie der Arbeitgeberseite, den Leistungsbegriff im Betrieb ohne mess-, zähl- oder regelbare Größe zur Motivation oder gar als Disziplinierungsinstrument zu nutzen."

Was ist Ziel der Veranstaltung am 16.2.2019?
"Ziel ist es, auf dieser Veranstaltung einen Gegenpol im Umgang mit dem Leistungsbegriff der Arbeitgeberseite zu entwickeln. Zudem wollen wir Transparenz schaffen, welche Parameter sich verändern oder beeinflussen lassen, wenn man den Begriff Leistung tarifvertraglich definiert oder regelt, z.B. im Bereich Gesundheit, Personalplanung oder Beschäftigungssicherung."

Welche Schwerpunkte sollen gesetzt werden?
"Aufgezeigt werden sollen die einzelnen Bereiche, die mit dem Thema Leistung direkt oder mittelbar verknüpft sind. Neben den oben genannten auch die rechtliche Durchsetzung, Entgelt und Personalplanung. Den Betriebsräten soll ermöglicht werden, eigene Handlungsstrategien zu entwickeln, um so das Thema Leistung für sich und die Beschäftigten zukunftsorientiert neu zu gestalten."

Was haben die Beschäftigten davon?
"In Zusammenarbeit mit den Beschäftigten können die genannten Handlungsfelder gemeinsam beeinflusst werden. Das heißt, basisorientiert mit unseren Mitgliedern sowohl Leistungsvorgaben als auch Personalplanung und damit die Arbeitsbedingungen und die Gesundheit für die Zukunft zu gestalten."

Wie sieht die weitere Planung aus bzw. gibt es weitere Veranstaltungen?
"Wir werden für Betriebsräte, Schwerbehindertenvertreter aber auch politisch aktive Mitglieder Fachseminare unter der Woche zu einzelnen Themen anbieten, sowie gewerkschaftspolitische Veranstaltungen oder Diskussionsrunden, die dann am Wochenende stattfinden. Die politische Zielrichtung in den Betrieben sollte durch die Mitglieder und Vertrauensleute diskutiert und an die Mandatsträger (BR/JAV/SBV) zur Umsetzung weitergegeben werden."

Das Interview führte Christine Geuting.

Atos

Es geht um Sicherheit und mehr!


Der Tarifabschluss bei Atos aus der ersten Jahreshälfte 2018 hatte noch einige Punkte offen gelassen, die Ende 2018 geklärt werden sollten: Beschäftigungssicherung, ein Tarifvertrag für Dual Studierende, eine Erfolgsbeteiligung und strukturelle Verbesserungen. Letztere stehen nach wie vor ganz oben auf der Agenda der Beschäftigten.

In der Informations- und Kommunikationstechnologie Branche sind mehr als eine Million Menschen beschäftigt. Die Branche nimmt eine Schlüsselrolle in der wirtschaftlichen, technischen und gesellschaftlichen Entwicklung ein. Autonomes Fahren, intelligente Mobilitätskonzepte, digitale Landkarten, landwirtschaftliche Produktionssysteme, vernetzte Geräte in Produktion und Haushalten, digitalisierte Verwaltungsabläufe, Patientensysteme – es gibt kaum noch einen Bereich, in dem IT keine Rolle spielt.
Getrieben durch den digitalen Transformationsprozess, erleben wir eine starke Veränderung und Diffusion der Branche. Was früher als eigene Branche darstellbar und abgegrenzt war, verlagert sich heute in unterschiedliche Bereiche und Branchen (unter anderem in die Automobilindustrie). Die Digitalisierung betrifft heute bereits alle Industriesektoren und Kundenbereiche. Bei den meisten gehört IT inzwischen zum Kerngeschäft. Die Beschäftigungschancen für IT-Spezialisten sind also gut – da sind sich alle Experten einig. Aber dass sie unter guten Bedingungen arbeiten, ist damit nicht automatisch festgelegt.

Dass diese Bedingungen eben nicht so gut sind, erleben die Beschäftigten des IT-Dienstleisters Atos. Sie stehen unter Wettbewerbs- und Kostendruck. Sie sind zu teuer, arbeiten zu wenig, verdienen zu viel, sind zu unflexibel. Das ist der Blick des Arbeitgebers, vor allem in Zeiten von Tarifverhandlungen. Dass ein Großteil der Schwierigkeiten hausgemacht ist, wird dann seitens der Arbeitgeber gern übersehen.

Aus dem Tarifabschluss bei Atos in der ersten Jahreshälfte 2018 blieben die Punkte Beschäftigungssicherung, Erfolgsbeteiligung, ein eigener Tarifvertrag für Dual Studierende und strukturelle Verbesserung offen und sollten gegen Ende des Jahres in einen Tarifvertrag verhandelt werden. Hier gibt es noch keinen Erfolg zu vermelden. Die Forderung nach einer Erfolgsbeteiligung resultierte aus den Verzichten der letzten Jahre. So argumentierte der Arbeitgeber immer, dass die wirtschaftliche Lage eine Erhöhung wie in der Metall- und Elektroindustrie nicht zulasse. Umso erstaunlicher war es dann, dass sich nach den Tarifabschlüssen die wirtschaftliche Lage immer so weit erholte, dass sogar Gewinne erzielt werden konnten.
Leider erscheint die Arbeitgeberseite auch ideenlos, wenn es um die Verbesserung der strukturellen Herausforderungen geht. Solche Prozesse können tatsächlich auch nur erfolgreich geführt werden, wenn Beschäftigte eingebunden sind. Sie kenne sich aus, sie wissen, wo was verbessert werden kann. Die IG Metall organisiert diesen Prozess mit ihren Mitgliedern: Die Vertrauensleute von Atos haben mitgewirkt ein Positionspapier zu entwickeln, das aufzeigt wo strukturelle Verbesserungen nötig sind und wie diese aussehen können. Dieses wurde an den Arbeitgeber übergeben, eine Reaktion steht noch aus.

Die IG Metall ist verhandlungsbereit und wartet auf die Gesprächsbereitschaft des Arbeitgebers. Im Februar werden die Verhandlungen voraussichtlich fortgeführt. Wir bleiben am Ball und informieren!


Kennametal Widia

Erstmal stiller Protest


10.01.2019 I Für die Beschäftigten bei Kennametal Widia bedeutet Zukunft „abwarten“, denn der Arbeitgeber hat noch keine Ideen wie es weitergeht.

Am 27.12.2018, 00.00 Uhr spannten Beschäftigte bei Kennametal Widia in Lichtenau Transparente an die Werkszäune, um auf die Situation der Beschäftigten aufmerksam zu machen. Der Standort befindet sich in einer selbst verschuldeten Krise. Das amerikanische Unternehmen hatte für den Standort Lichtenau die Losung rausgegeben, nur noch Aufträge mit einer Marge von mindestens 50% anzunehmen, mit der Folge, dass sich die Auftragslage drastisch verschärft hat. Es gibt kaum noch Arbeit und eine Zukunftsstrategie ist nicht in Sicht oder wie es der Arbeitgeber formuliert „noch in Arbeit“. Für die Beschäftigten ist völlig unklar wie es weitergehen soll. Fakten werden allerdings schon geschaffen, in dem noch im Januar Maschinen nach China verlagert werden, weil diese nicht ausgelastet seien. Kein Wunder, wenn die Produktion bewusst so weit runtergefahren wird. Dass es sich bei den Maschinen um die modernsten am Standort handelt, beunruhigt die Beschäftigten ebenfalls. Denn in die verbleibenden Produktionsmaschinen müsste dringend investiert werden, um den Kundenanforderungen gerecht zu werden.

„Bei Kennametal Widia wird deutlich, wohin die absolute Profitmaximierung führt. 150 Existenzen blicken in ein unsicheres 2019, weil der Arbeitgeber den Hals nicht voll bekommt“, so Bianka Möller, 2. Bevollmächtigte der IG Metall Westmittelfranken. Unbekannte machten sich allerdings gleich am Morgen des 27.12.2018 daran die Transparente wieder abzuhängen. Offensichtlich möchte man die Probleme „im Haus“ behalten. Für die Beschäftigten geht die Zeit des Abwartens weiter, denn eine Zukunftsstrategie ist weiter nicht in Sicht. So regte der Arbeitgeber auch an, eine Betriebsversammlung Ende Januar zu verschieben, „schließlich würde es immer noch keine neuen Informationen geben“. Schade, dass man so mit der Existenz der Beschäftigten spielen darf!


M+E Tarifrunde 2018

Anträge und Tarif TV

09.07.2018 I Mehr Geld und mehr Zeit für die Beschäftigten: Das Ergebnis der Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie gab es nicht geschenkt. Der Film zeigt, was es dafür alles braucht:



Außerdem hier findet ihr hier den Antrag auf 8 Tage tarifliche Freistellung sowie den Antrag auf verkürzte Vollzeit zum Download:


Tarifrunde

Tarifergebnis Baden-Württemberg


WIR für mehr
Tariferfolge der IG Metall
17.04.2017 Ι Argumente zur Mitgliederwerbung gibt es genug in unserer Tarifhistorie:

Tarifbindung: In sechs Schritten zum Tarifvertrag
Wie komme ich zu einem Tarifvertrag?
12.07.2016 Ι Ob bei Einkommen, Arbeitszeit oder Urlaubsanspruch - mit Tarifvertrag geht's im Betrieb gerechter zu. Für alle, deren Betrieb bisher nicht tarifgebunden ist, zeigen wir in sechs Schritten, wie sich das ändern lässt.
mehr...


So können Betriebsräte rassistischer Hetze begegnen
In den sozialen Medien, aber zunehmend auch in den Betrieben findet eine Debatte über die aktuelle Flüchtlingspolitik statt. Neben sachlichen Äußerungen kommt es dabei immer häufiger zu unsachlichen Angriffen bis hin zu rassistischer Hetze. Wie können Betriebsräte argumentieren und welche rechtlichen Handlungsmöglichkeiten haben sie in diesem Zusammenhang? weiterlesen...