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Kundgebung 29.6.2019 Berlin


Für alle, die mehr wollen...


Ohne Tarifvertrag ist alles doof!



Aktion

Ausbildung ist Zukunft! ...und davon hat sich Kennametal Widia in Lichtenau verabschiedet


07.05.2019 I Es war eine tolle Aktion am 07.05.19 um 12 Uhr vorm Tor bei Kennametal Widia in Lichtenau - auch dank der Solidarität unserer Kollegen aus anderen Betrieben, wie Atos, Sielaff, Weiler, Magna und natürlich der katholischen Betriebsseelsorge.

Die Auszubildenden sind aktiv geworden und wurden natürlich auch von ihren Kolleginnen und Kollegen im Betrieb unterstützt. 60 Beschäftigte, inklusive der Auszubildenden, versammelten sich vorm Tor und brachten lautstark ihre Wut über die Situation am Standort zum Ausdruck.

Ausbildung ist Zukunft, das ist das Motto der Azubis und genau davon hat sich der Arbeitgeber verabschiedet.

Schon Anfang des Jahres ließ der Arbeitgeber die Befristungen der Jungfacharbeiter auslaufen. Nun hat er angekündigt, überhaupt nicht mehr auszubilden. Ausbildung sei zu teuer, wurde auf einer Betriebsversammlung verkündet.
In einem Betrieb, in dem die Beschäftigten seit über 1,5 Jahren auf ein Zukunftskonzept warten, ist das ein Zeichen, das eher darauf hindeutet, dass dieser Standort keine Zukunft hat. Die lapidaren Äußerungen des amerikanischen Arbeitgebers „man wolle am Standort festhalten“ sind da Hohn und Spott!

Im letzten Jahr waren es noch 167 Beschäftigte am Standort, mittlerweile sind nur noch 133 Beschäftigte tätig und der Trend zeigt nach unten. Die Älteren werden über eine so genannte Rentenbrücke frühzeitig in die Rente geschickt. Dies sei ihnen gegönnt, aber es kommt niemand nach. Die Arbeitszeitkonten werden auf null oder sogar ins Minus gefahren, weil keine Arbeit da ist. Jungfacharbeiter werden nicht übernommen, es wird nicht mehr ausgebildet. Die zwei modernsten Maschinen wurden nach China verlagert… Das alles klingt nach Abwicklung! Ein offenes Wort an die Beschäftigten? Fehlanzeige!

Was ist passiert, dass es so weit kommen konnte?

Wirtschaftskrise? Nein, der Arbeitgeber hat die Losung rausgegeben, dass nur noch Aufträge, die eine Marge von 50% bringen, gefertigt werden sollen. Das hat nicht nur der Position am Markt geschadet, sondern kann bald den Ruin des Standortes bedeuten! Auf Kosten der Beschäftigten. Das zeigt wieder einmal eines, dem Kapital ist der Mensch egal, Hauptsache der Profit stimmt.

Noch im Februar 2018 hatten die Beschäftigten des Standortes unter großer Beteiligung vieler Kolleginnen und Kollegen aus anderen Betrieben in der Geschäftsstelle an den 24-Stunden-Warnstreiks der Metall- und Elektroindustrie teilgenommen und damit ihren Beitrag zu dem wegweisenden Ergebnis der Tarifrunde beigetragen.

Jetzt kämpfen sie für ihre Zukunft!


Tag der Arbeit

Impressionen vom 1. Mai

02.05.2019 I Viele waren es in diesem Jahr, die dem Aufruf des DGB zu den 1. Mai-Veranstaltungen nach Ansbach, Fürth und Rothenburg folgten.
Schon zum Demozug um 10.30 Uhr waren laut Polizei in Ansbach 130 Kolleginnen und Kollegen dabei. Bis zum Mittag waren es dann über 400, die mit ihren Familien zur Maifeier gekommen waren. Dass dieses Jahr auch Petrus mit Sonnenschein und warmen Temperaturen unterstützte, war bestimmt auch zuträglich.
Die Situation der prekären Beschäftigung in der Metall- und Elektroindustrie war die Frage für KD Winnerlein, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Geschäftsstelle Westmittelfranken mit Sitz in Ansbach, auf der Podiumsdiskussion. Mit seinem Beitrag machte KD Winnerlein deutlich, dass prekäre Beschäftigung mehr sei als Befristung und Leiharbeit und er nannte Beispiele dafür. So wird zum Beispiel beim IT-Unternehmen Atos von den Beschäftigten erwartet, dass sie den Umbau des Unternehmens bezahlen. Alles sei zu teuer, vor allem die älteren Beschäftigten. Die einzigen Maßnahmen, die dem Unternehmen einfallen, gehen zu Lasten der Beschäftigten, sie sollen verzichten beim Entgelt und den Tariferhöhungen, mehr arbeiten, erarbeitete Zeitguthaben herschenken usw. Ein weiteres Beispiel ist Metz Mecatech. Hier ist der Arbeitgeber gleich sehr direkt und verkündet, dass er „den Laden“ zumacht, wenn die Beschäftigten nicht auf ihren Tarifvertrag verzichten. Ähnliches dürfen sich auch die Kolleginnen und Kollegen von Jost anhören. Wenn sie nicht aufhören für einen Tarifvertrag zu kämpfen, soll der Standort verlagert werden.
Solche Beispiele ziehen sich durch die Betriebe. Immer mehr Arbeitgeber unterlaufen Gesetze und Tarifverträge und erpressen ganz offen ihre Belegschaften. Die Entwicklungen zeigen deutlich, dass der 1. Mai nicht an Bedeutung verloren hat. Es ist notwendiger denn je, für gute und sichere Arbeit zu kämpfen.

Ansbach


Fürth


Rothenburg


Mehr Bilder vom 1. Mai in Ansbach


Delegiertenversammlung

 Bilder u. Text: KD Winnerlein

Delegiertenversammlung in Dietenhofen

30.04.2019 I Auf der Delegiertenversammlung am 29.4.2019 in Dietenhofen wurden einmal mehr viele aktuelle und wichtige Themen besprochen.

Die Aktiven aus den Betrieben haben den aktuellen Stand zu geplanten Aktivitäten der Leistungspolitischen Offensive in ihren Betrieben vorgestellt. Auch die aktuellen Tarifbewegungen in der Geschäftsstelle wurden besprochen, so etwa die Haustarifverhandlungen bei Staedtler und Metz mecatech, die KfZ-Tarifrunde und die der Schreib- und Zeichengeräteindustrie. Zudem gibt es einen Antrag auf Ergänzungstarifverhandlungen bei Weiler und die Wahl einer Tarifkommission bei Jost in Wolframs-Eschenbach. Und nicht zuletzt finden bei Atos gerade Verhandlungen statt, wer die geplante Transformation des Unternehmens bezahlt.

Der Hauptredner der Delegiertenversammlung war unser Bezirksleiter, Jacky Horn, zum Thema Transformation der Wirtschaft. Sein Resumé: Es wird vieles in unserer Gesellschaft und Wirtschaft um- bzw neugestaltet. Wenn wir nicht in unserem Sinne MITgestalten wird FÜR uns gestaltet.

Die vielen Berichte, Diskussionen und Wortbeiträge der Delegierten sorgten für eine abwechslungsreiche Versammlung, die (trotz diesmal kurzer Schlussworte der Bevollmächtigten) bis 20.30 Uhr andauerte.


Leistungspolitische Offensive

 Bild u. Text: KD Winnerlein

Leistungspolitische Offensive geht weiter...


04.04.2019 I 28 MetallerInnen beschäftigen sich mit dem Thema Leistung und Überlastung im Betrieb. Für viele der TeilnehmerInnen war es neu, sich den Themen aus Arbeitnehmersicht zu nähern. Um Überlastungen vorzubeugen, gibt es unter Anderem die Gefährdungsanzeige. Mit neuen und interessanten Informationen, Gesetzestexten und Vorlagen ausgestattet, bewerteten die Teilnehmehmenden die Zeit trotz Wochenende mit Sonnenschein als "gut investiert" ! Nächste Möglichkeit zum Aufschlagen: 4./5. Mai mit dem Thema "Entlohnung im Betrieb".

Ein Beispiel für eine Überlastungsanzeig findet ihr im Downloadbereich.

Schreib- und Zeichenindustrie

 Bild u. Text: KD Winnerlein

Sozialaudit 2019 bei Faber Castell in Peru und Kolumbien

27.03.2019 I Von Sonntag dem 17.3.2019 bis Donnerstag den 21.3.2019 fand in den Betrieben von Faber Castell in Lima und Bogota die Überprüfung der Bedingungen der Beschäftigten und ihrer Vertretungen gemäß der mit der IG Metall vereinbarten Sozialcharta statt.
Geprüft werden unter anderem die Einhaltung der regionalen Arbeitnehmergesetzte, das Recht auf Vertretung durch Gewerkschaften, oder auch den Ausschluss von Kinderarbeit.
Durchgeführt wird das Audit von der IG Metall, der BHI (Internationale Holz Gewerkschaft) und Führungskräften von Faber Castell Deutschland sowie aus den Betrieben vor Ort. Diesmal nahmen als Gäste auch 3 Gewerkschafter und ein Personalchef aus Brasilien teil. Die unterschiedlichen Bedingungen in den Ländern gaben viel Raum für fruchtbare Diskussionen beider „Seiten“.
Erfreulich ist der Fortschritt der Betriebsgewerkschaft von Faber Castell in Peru. Nach erst 4 Jahren Arbeit in Lima haben die Kolleginnen und Kollegen neben ständigem Mitgliederzuwachs bereits ein eigenes Büro und einige Verbesserungen inclusive Lohnerhöhungen erreicht. Die besondere Verbundenheit zu den Kolleginnen und Kollegen, auch in Deutschland, wird auf dem Banner der Betriebsgewerkschaft sichtbar…



Weitere Infos werden zu gegebener Zeit nach der Aufarbeitung in unseren Veranstaltungen erhältlich sein.

Frauenkonferenz

 Text: B. Möller

Gleichstellung? Es dürfte ein wenig mehr sein!


12.03.2019 I 21 Frauen und 2 Männer trafen sich am Samstag, den 09.03.2019 in Neuendettelsau unter dem Motto „Herausforderungen“ zur Frauenkonferenz der IG Metall Westmittelfranken. Wie viel es noch in Sachen Gleichstellung zu tun gibt, in Zeiten von Industrie 4.0 und Digitalisierung, war ernüchternd.
Neben der jüngsten Teilnehmerin, gerade mal ein paar Monate alt, waren Kolleginnen aus 8 verschiedenen Betrieben sowie Stefanie Geyer, Ressortleiterin für Frauen- und Gelichstellungspolitik beim Vorstand der IG Metall, und Ute Opritescu, Bezirksjuristin der IG Metall Bayern, zu Gast. Nicht fehlen durfte der 1. Bevollmächtigte der Geschäftsstelle, Klaus-Dieter Winnerlein, der ein Grußwort sprach, vor allem aber seine Unterstützung deutlich machte.
Ziel dieser Konferenz ist die Gründung eines neuen politischen Frauenarbeitskreises und so war der Samstag auch inhaltlich so ausgelegt, dass die politische Notwendigkeit in der zweiten Hälfte der Veranstaltung herausgearbeitet wurde. Zunächst gab Stefanie Geyer einen Einblick in das Thema Gleichstellung und skizzierte die Themen der IG Metall. Ute Opritescu, gab aus juristischer Perspektive einen Überblick über die schon vorhandenen Möglichkeiten des Betriebsverfassungsgesetzes zur Gleichstellung. Erschreckend wie wenig diese in den Betrieben genutzt werden.
Kolleginnen von NBHX, Electrolux und Siemens hatten den Einstieg in den zweiten Teil der Konferenz anhand einer Wandtafel vorbereitet. Hier ging es darum, wo aus ihrer Sicht immer noch Handlungsbedarf in den Betrieben besteht. Es kristallisierten sich die Themenbereiche Teilzeit und Sexismus neben den Fragen von Frauen in Führungspositionen, Entgelt und Leistungsdruck am vordringlichsten heraus.
Teilzeit birgt gleich mehrere Gefahren: Man bekommt keine Anerkennung, Mehrarbeit wird in der Regel nicht beantragt, sondern einfach gemacht, ganz zu schweigen von Zuschlägen für Mehrarbeit. Karriereaussichten sind nicht vorhanden und es gibt kaum Rückkehrchancen in Vollzeit. Also ein Feld mit unglaublichem Handlungsbedarf.
Der zweite große Bereich bezieht sich auf Sexismus im Job. Es ist erschreckend, was sich Frauen alles anhören und gefallen lassen müssen. Was alles in den Bereich des Humors gepackt wird, macht sprachlos. Von „Du brauchst mal ‚nen richtigen Stecher“ bis hin zu blöden Witzen über Frauen ist alles dabei. Nicht zu verschweigen sei nach wie vor der „kollegiale“ Popoklopfer. Und wenn Frau das zum Thema macht, ist sie die „Spaßbremse“. Es gibt also viel zu tun.
Auch unsere „Leistungspolitischen Offensive“ lässt sich wunderbar mit der Frauen- und Gleichstellungspolitik verbinden, denn Leistung und Entgelt sind auch hier ein Thema. Es gibt also viel zu tun, gemeinsam mit den IG Metall Kolleginnen und Kollegen im Betrieb.


Leistungspolitische Offensive

 Bild u. Text: Ch. Geuting

Kick Off zur Leistungspolitischen Offensive

19.02.2019 I Über 60 Kolleginnen und Kollegen fanden sich am Samstag den 16. Februar 2019 in Neuendettelsau ein, um inhaltlich, rechtlich und politisch das Thema Leistung im Betrieb aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten.
Leistung und Überlastung, Personalplanung und rechtliche Durchsetzung von Entgeltgrundsätzen in Betrieben mit oder ohne Tarifbindung wurden mit Impulsreferaten der Referenten und Referentinnen eingeleitet und anschließend diskutiert. Die momentane Strategie der Arbeitgeber bzw. deren Verbänden zum Thema Leistung wurde vom Bezirkssekretär Ralf Dirschl erläutert. Neben den Vorträgen konnten sich die Teilnehmenden an den Ständen der Betriebsräteakademie Bayern BAB, der GUV Fakulta und der Kanzlei Manske & Partner informieren. Die Veranstaltung bekam durchweg positive Resonanz. Ein Dank an alle die mitgewirkt und unterstützt haben. Jetzt gilt es, die Erkenntnisse in die Betriebe zu tragen und dort umzusetzen.


M+E Tarifrunde 2018

Anträge und Tarif

Mehr Geld und mehr Zeit für die Beschäftigten: Das Ergebnis der Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie gab es nicht geschenkt. Der Film zeigt, was es dafür alles braucht:



Außerdem hier findet ihr hier den Antrag auf 8 Tage tarifliche Freistellung sowie den Antrag auf verkürzte Vollzeit zum Download:


WIR für mehr
Tariferfolge der IG Metall
Argumente zur Mitgliederwerbung gibt es genug in unserer Tarifhistorie:

Tarifbindung: In sechs Schritten zum Tarifvertrag
Wie komme ich zu einem Tarifvertrag?
Ob bei Einkommen, Arbeitszeit oder Urlaubsanspruch - mit Tarifvertrag geht's im Betrieb gerechter zu. Für alle, deren Betrieb bisher nicht tarifgebunden ist, zeigen wir in sechs Schritten, wie sich das ändern lässt.
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So können Betriebsräte rassistischer Hetze begegnen
In den sozialen Medien, aber zunehmend auch in den Betrieben findet eine Debatte über die aktuelle Flüchtlingspolitik statt. Neben sachlichen Äußerungen kommt es dabei immer häufiger zu unsachlichen Angriffen bis hin zu rassistischer Hetze. Wie können Betriebsräte argumentieren und welche rechtlichen Handlungsmöglichkeiten haben sie in diesem Zusammenhang? weiterlesen...