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Für alle, die mehr wollen...


Ohne Tarifvertrag ist alles doof!



Tarifverhandlung

Ergebnis bei Atos erzielt

14.08.2019 I Ein gutes Paket als Fundament für eine erfolgreiche Transformation konnte nach über 20 Stunden in der letzten Verhandlungsrunde am 26. Juli erreicht werden. Eine großangelegte Qualifizierungsoffensive ohne Restrukturierung und betriebsbedingten Personalabbau ist der Kern der Einigung zum Umbau des Unternehmens, der nun durch ein sogenanntes Transformationsbüro überwacht und mitgestaltet wird.

Außerdem gelten zukünftig ein "Tarifvertrag Qualifizierung" mit grundlegenden Ansprüchen zur Qualifizierung und Laufzeit bis mindestens 2024, sowie ein "Tarifvertrag für Dual Studierende" mit vielfältigen Leistungen für die "Dualis" und Tariferhöhungen analog zu den Auszubildenden im Unternehmen. Eine Beschäftigungsgarantie bis Ende 2022 wurde ebenso vereinbart, wie ein Verzicht auf Einspruch gegen die Übernahme der Tariferhöhung aus Metall/Elektro, sowie eine Verhandlungsverpflichtung über eine Beteiligung der Beschäftigten an Innovationsförderung.

In Anerkennung der hohen Belastung der zugesagten Investition in Höhe von 140 Mio. Euro sowie den Arbeitsausfall und die (teilweise monatelange) Qualifizierung von etwa eintausend Beschäftigten in den nächsten zweieinhalb Jahren bringen die Beschäftigten einen Beitrag von einmalig durchschnittlich 22,5 Stunden in die Transformation ein und es werden drei der fünf jährlichen "Arbeitszeitverkürzungstage" aus dem Jahr 2020 verschoben (jedoch nach 2021 wieder vollständig gewährt). Die Tariferhöhung 2020 ist zusätzlich auf 0,7 % fixiert, wohingegen alle IG Metall-Mitglieder bei Atos 1,2 % erhalten werden.
Derzeit befinden sich die Tarifvertragstexte noch in der Umsetzung und anschließend wird Ende August das Verhandlungsergebnis der Tarifkommission zur Annahme vorgelegt.

Die Mitglieder der Verhandlungskommission bedanken sich bei allen, die an den Aktionen teilgenommen haben, ohne die dieser Abschluss nicht möglich gewesen wäre:


Aktion

Protest gegen Betriebsschließung Kennametal Widia

26.07.2019 I Über 100 Menschen marschierten am 25. Juli gegen die Betriebsschließung von Kennametal Widia in Lichtenau zum Rathaus.

Mit den Beschäftigten solidarisierten sich zahlreiche Aktive aus den Betrieben NBHX, Atos, Metz Consumer, Diehl Metering, Bosch, Sielaff und Faber Castell. Natürlich war auch die katholische und evangelische Betriebsseelsorge wieder mit dabei. Der Lichtenauer Bürgermeister Reißmann hielt am Rathaus ein Grußwort und sagte den Betroffenen Unterstützung zu.

Kennametal Widia Protest 26.07.2019

Tarifverhandlung

Tarifergebnis für Tarifvertrag der Deutschen Bleistiftindustrie

03.07.2019 I Die Tarifkommission stimmte heute dem Verhandlungsergebnis vom 2. Juli zu.

Nach diesmal längeren und heftigeren Diskussionen in der 2. Verhandlung am 02.07. in Nürnberg wurden folgende Punkte als Verhandlungsergebnis vereinbart:
  • Entgelterhöhung ab 01.06.2019 um 3%, mindestens aber 75 Euro
  • Einmalzahlung für Mai 2019 100 Euro, Auszubildende 50 Euro
  • Erhöhung ab 01.05.2020 um 2%, mindestens aber um 50 Euro
  • Bezahlte Freistellung der Tarifkommissionsmitglieder zu den Sitzungen
  • Laufzeit 24 Monate bis 30.04.2021
Die ersten Warnstreiks in der Branche haben zu einem deutlich verbesserten Angebot und - nach zwei weiteren Nachbesserungen – unserer Meinung nach gutem Ergebnis geführt!

Zu einem Mitgliederbonus hatten sich die Arbeitgeber allerdings noch nicht durchringen können. Da gilt es zukünftig in der Beteiligung noch etwas zuzulegen, um eine Wertschätzung gegenüber unseren Mitgliedern, welche den Tarifvertrag erhalten und weiterentwickeln, durchsetzen zu können.

Danke nochmal an alle, die sich bereits diesmal aktiv beteiligt hatten!

Hier findet ihr das Flugblatt zum Download (PDF, 449 kB)


Warnstreik

Es geht um nicht weniger als die Zukunft!

26.06.2019 I 600 Atos Beschäftigte beteiligten sich am Dienstag, den 25.06.2019, beim Warnstreik auf der kleinen Freiheit in Fürth.

Von den Standorten Dr.-Mack-Straße und Würzburger Straße marschierten die Kolleginnen und Kollegen in zwei Demo-Zügen zum Veranstaltungsort, wo sie ihren Unmut über die Pläne des Arbeitgebers noch einmal sehr deutlich machten. Es geht um die Zukunft und um zwei völlig unvereinbare Forderungen (siehe Artikel vom 24.05.).

Zur Zeit verhandeln Arbeitgeber und IG Metall, begleitet werden die Verhandlungen von weiteren Warnstreiks mit ca. 2000 Beschäftigten. Am 25.06. beteiligten sich ca. 1600 Beschäftigte deutschlandweit. Wann ein Ergebnis vorliegt ist ungewiss, aber wir werden berichten.

Atos Warnstreik 26.06.2019

Warnstreik

Warnstreik im KFZ-Handwerk

07.06.2019 I Über 100 Kolleginnen und Kollegen von Daimler LC beteiligen sich an der Warnstreikaktion in Nürnberg.

Auch das KFZ-Handwerk befindet sich in einer Tarifauseinandersetzung. Ca. 500 Beschäftigte beteiligten sich am 06.06.2019 in Nürnberg an einer Warnstreik-Aktion. Allein aus Fürth waren von Daimler LC über 100 Kolleginnen und Kollegen gekommen, denn es geht um mehr: Um 5% mehr Geld für 12 Monate, mindestens 140 € mehr im Monat, 100 € mehr für die Auszubildenden und eine bessere Freistellung für Auszubildende.

Der Arbeitgeber bietet 2,3 bzw. 2% für 2 Jahre. Mit Wertschätzung für die Arbeit, die die Beschäftigten täglich leisten, hat das nichts zu tun. Da kann man nur hoffen, dass die Arbeitgeber schnell zur Vernunft kommen. Denn die Beschäftigten sind bereit für ihre berechtigten Forderungen zu kämpfen.


Warnstreik

1. Warnstreik mit der IG Metall in der Geschichte von Faber Castell

04.06.2019 I Die Beschäftigten kämpfen für einen neuen Tarifvertrag in der Bleistiftindustrie und das ist mehr als nötig.

Das Angebot der Arbeitgeber ist ein Witz, nur ist niemandem zum Lachen zu Mute. 1,8% wird den Beschäftigten angeboten und das für zwei Jahre. Von Wertschätzung kann überhaupt keine Rede sein.
Denn auch, wenn die Boom-Jahre vorbei sind, so sind die Umsätze der Unternehmen immer noch ordentlich - und daran sollen auch die Kolleginnen und Kollegen teilhaben!

Die IG Metall fordert 5% mehr Geld, mindestens 150 € mehr im Monat (das wertet die Entgelte der unteren Lohngruppen und die der Berufseinsteiger wieder auf), einen Bonus für IG Metall-Mitglieder und eine 12-monatige Laufzeit.

Dass die Arbeitgeber mit ihrem nicht ernstzunehmendem Angebot Unruhe schaffen und Streit provozieren, scheint ihnen egal zu sein. Aber die Belegschaften in Stein und Frauenaurach laufen sich warm:
Beim ersten Warnstreik waren in Stein 190 und in Frauenaurach über 50 Beschäftigte dabei. Die Stimmung war sehr gut und sie sind mehr als bereit, für ihre berechtigten Ansprüche zu kämpfen!


Haustarif

Haustarifvertrag bei Staedtler: Verhandlungsergebnis steht

28.05.2019 I Mehr Geld, Gerechtigkeit und ein Bonus für IG Metall-Mitglieder. Jetzt muss in Mitgliederversammlungen über die Annahme entschieden werden.

Das Verhandlungsergebnis findet ihr hier zum Download (PDF) oder auf der Seite des IG Metall Bezirks Bayern.


Tarifverhandlung

Atos-Beschäftigte sollen die Zeche zahlen

24.05.2018 I Am vergangenen Montag sind an den beiden Standorten von Atos in Fürth insgesamt rund 180 Beschäftigte auf die Straße gegangen, um ihren Unmut über den geplanten Stellenabbau und einen mitarbeiterfinanzierten Umbau des Unternehmens kund zu tun. An vielen anderen Standorten des Unternehmens in Deutschland fanden und finden in diesen Tagen ähnliche Aktionen mit Hunderten von Teilnehmern statt.

Während die Beschäftigten einen „FairWandel“ wollen, pocht die Atos-Geschäftsführung bei den Verhandlungen mit der IG Metall weiter darauf, dass die Beschäftigten die Transformation bezahlen sollen, um die Wachstums- und Gewinnmargenziele zu erreichen – das alles zum Wohle des Aktienkurses und der Dividendenausschüttungen. Und die sogenannte „Liste des Grauens“ ist lang: Die Gehälter und das 13. Monatsgehalt sollen zunächst reduziert bzw. die Arbeitszeit ohne Lohnausgleich erhöht werden, die Gleitzeitsalden sollen gekappt und die Reisezeitvergütungen gekürzt werden. Zukünftige Tariferhöhungen sollen nur noch zu 70% an alle Beschäftigten ausgezahlt und die fünf Arbeitszeitverkürzungstage (die bei ihrer Einführung bereits ein Ausgleich einer Reduzierung von 1,9% der damaligen Tariferhöhung waren) ersatzlos und ohne Lohnausgleich gestrichen werden.

Wie der Umbau des Unternehmens aber genau stattfinden soll, welche Qualifizierungen benötigt werden und wie sichergestellt werden soll, dass dies auch zum gewünschten Ziel führt und es dabei fair und sozial zugeht, ist dagegen noch weitgehend offen und wird von Seiten der Geschäftsführung nicht mit annähernd der gleichen Kreativität verfolgt, wie die Suche nach Wegen, die Beschäftigten für den Umbau zahlen zu lassen. So fand auch der Leiter der Vertrauensleute und stellv. Betriebsratsvorsitzende, Manfred Maier, am Montag klare Worte: „Die Verhandlungen mit dem Arbeitgeber gehen weiter. Wir müssen zusammenstehen und wir müssen klar machen was wir wollen! Wir wollen nicht die sein, die am Ende die Zeche zahlen müssen, für Jahre voller Fehler und vertagter oder falscher Entscheidungen.“

Bis zum Ende der Verhandlungen im Juni müssen aus Sicht der IG Metall und des Atos-Gesamtbetriebsrats Wege gefunden werden, die Transformation umfassend, nachhaltig und sozialverträglich stattfinden zu lassen, sowie deren Finanzierung mit gesicherten Rechten und Ansprüchen der Beschäftigten zu verbinden. Aus diesem Grund stehen unter anderem ein (vorerst) sogenanntes „Transformationsbüro“ und eine Beschäftigungssicherung für fünf Jahre auf der Liste der Forderungen der IG Metall und des Atos-GBR.


Aktion

Ausbildung ist Zukunft! ...und davon hat sich Kennametal Widia in Lichtenau verabschiedet


07.05.2019 I Es war eine tolle Aktion am 07.05.19 um 12 Uhr vorm Tor bei Kennametal Widia in Lichtenau - auch dank der Solidarität unserer Kollegen aus anderen Betrieben, wie Atos, Sielaff, Weiler, Magna und natürlich der katholischen Betriebsseelsorge.

Die Auszubildenden sind aktiv geworden und wurden natürlich auch von ihren Kolleginnen und Kollegen im Betrieb unterstützt. 60 Beschäftigte, inklusive der Auszubildenden, versammelten sich vorm Tor und brachten lautstark ihre Wut über die Situation am Standort zum Ausdruck.

Ausbildung ist Zukunft, das ist das Motto der Azubis und genau davon hat sich der Arbeitgeber verabschiedet.

Schon Anfang des Jahres ließ der Arbeitgeber die Befristungen der Jungfacharbeiter auslaufen. Nun hat er angekündigt, überhaupt nicht mehr auszubilden. Ausbildung sei zu teuer, wurde auf einer Betriebsversammlung verkündet.
In einem Betrieb, in dem die Beschäftigten seit über 1,5 Jahren auf ein Zukunftskonzept warten, ist das ein Zeichen, das eher darauf hindeutet, dass dieser Standort keine Zukunft hat. Die lapidaren Äußerungen des amerikanischen Arbeitgebers „man wolle am Standort festhalten“ sind da Hohn und Spott!

Im letzten Jahr waren es noch 167 Beschäftigte am Standort, mittlerweile sind nur noch 133 Beschäftigte tätig und der Trend zeigt nach unten. Die Älteren werden über eine so genannte Rentenbrücke frühzeitig in die Rente geschickt. Dies sei ihnen gegönnt, aber es kommt niemand nach. Die Arbeitszeitkonten werden auf null oder sogar ins Minus gefahren, weil keine Arbeit da ist. Jungfacharbeiter werden nicht übernommen, es wird nicht mehr ausgebildet. Die zwei modernsten Maschinen wurden nach China verlagert… Das alles klingt nach Abwicklung! Ein offenes Wort an die Beschäftigten? Fehlanzeige!

Was ist passiert, dass es so weit kommen konnte?

Wirtschaftskrise? Nein, der Arbeitgeber hat die Losung rausgegeben, dass nur noch Aufträge, die eine Marge von 50% bringen, gefertigt werden sollen. Das hat nicht nur der Position am Markt geschadet, sondern kann bald den Ruin des Standortes bedeuten! Auf Kosten der Beschäftigten. Das zeigt wieder einmal eines, dem Kapital ist der Mensch egal, Hauptsache der Profit stimmt.

Noch im Februar 2018 hatten die Beschäftigten des Standortes unter großer Beteiligung vieler Kolleginnen und Kollegen aus anderen Betrieben in der Geschäftsstelle an den 24-Stunden-Warnstreiks der Metall- und Elektroindustrie teilgenommen und damit ihren Beitrag zu dem wegweisenden Ergebnis der Tarifrunde beigetragen.

Jetzt kämpfen sie für ihre Zukunft!


Leistungspolitische Offensive

 Bild u. Text: KD Winnerlein

Leistungspolitische Offensive geht weiter...


04.04.2019 I 28 MetallerInnen beschäftigen sich mit dem Thema Leistung und Überlastung im Betrieb.
Für viele der TeilnehmerInnen war es neu, sich den Themen aus Arbeitnehmersicht zu nähern. Um Überlastungen vorzubeugen, gibt es unter Anderem die Gefährdungsanzeige. Mit neuen und interessanten Informationen, Gesetzestexten und Vorlagen ausgestattet, bewerteten die Teilnehmehmenden die Zeit trotz Wochenende mit Sonnenschein als "gut investiert"! Nächste Möglichkeit zum Aufschlagen: 4./5. Mai mit dem Thema "Entlohnung im Betrieb".

Ein Beispiel für eine Überlastungsanzeige findet ihr im Downloadbereich.

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