Seite druckenFenster schließen

IG Metall Westmittelfranken - Willkommen

WillkommenDie GeschäftsstelleTermineBildungBeitretenServiceAktiv werdenLinksDownloads




Für alle, die mehr wollen...



Ohne Tarifvertrag ist alles doof!


Delegiertenversammlung

Arbeitnehmerrechte und Interessenvertretung unter Pandemie-Bedingungen

22.07.2020 I Die 18. und gleichzeitig letzte Delegiertenversammlung der Wahlperiode 2016-2020 fand mit knapp 50 Wahlberechtigten als Präsenzveranstaltung unter Einhaltung der Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen am vergangenen Montag im Schwarzen Adler in Neuhof an der Zenn statt.
Der erste Bevollmächtigte, KD Winnerlein, machte einleitend auf den Druck durch die Arbeitgeber aufmerksam, der während der Corona-Pandemie auf die Beschäftigten ausgeübt wird. Unsere Einwände in Bezug auf Mitbestimmung und Arbeitssicherheit werden zur Zeit vielerorts pauschal mit dem Hinweis auf Covid-19 abgewiegelt. Eine besondere Verantwortung tragen daher die Betriebsräte, die solchen Auswüchsen mit deutlich mehr Widerstand begegnen müssen. Eine Pandemie-Betriebsvereinbarung kam dennoch in nur drei Betrieben zur Verhandlung, und es gab bislang nur einen Abschluss einer solchen. Geregelter Arbeitsschutz und ein Individualanspruch für die Beschäftigten kann nur durch solche Betriebsvereinbarungen entstehen, nicht durch Handlungsabsprachen o.ä. mit der Geschäftsführung, so der erste Bevollmächtigte der Geschäftsstelle. Er appelierte daher an die Konfliktbereitschaft der Teilnehmer*innen der Delegiertenversammlung, um entsprechende Regelungen in den Betrieben zu erreichen. Auch bei der grassierenden Kurzarbeit kommt vielerorts die Kontrolle durch die Betriebsräte oft zu kurz oder wird durch die Arbeitgeber erschwert. Zumindest aber gibt es in den meisten betroffenen Betrieben eine Aufzahlung auf das Kurzarbeitergeld, in der Regel mit der Unterstützung durch die IG Metall.
Der kommissarische zweite Bevollmächtigte Jürgen Bänsch, stellvertretend für Bianka Möller, ging anschließend auf die Mitgliederentwicklung ein, der gerade während der Pandemie ein besonderes Augenmerk gewidmet werden muss. Speziell die neuen Auszubildenden im Herbst müssen in den Betrieben abgeholt werden, auch wenn vielerorts die Beschäftigten vermehrt von zu Hause aus arbeiten. Das Ziel muss sein, so Jürgen, dass jede Beschäftigte und jeder Beschäftigte mindestens einmal angesprochen wurde.
Die finanzielle Lage der Geschäftsstelle ist hingegen noch weiterhin gesund und stabil. Um diesen Zustand zu erhalten und die aktuelle Personalstärke bei den Hauptamtlichen zu erhalten, muss der Fokus jedoch auf der Mitgliedergewinnung liegen.
Bei den anstehenden Organisationswahlen am 19. September in Bad Windsheim werden insbesondere der Ortsvorstand und die Bevollmächtigten gewählt. In der darauf folgenden Wahlperiode 2020-2023 wird es zentral um die Bewältigung der Auswirkungen der weltweiten Krise gehen, die in fast allen Betrieben eine Rolle spielt bzw. spielen wird. Der Verteidigung der Arbeitnehmerrechte kommt dabei eine besondere Rolle zu, die ansonsten völlig ausgehöhlt zu werden drohen.
Die neue Jugendsekretärin, Lea Zinser, berichtete anschließend über die Gespräche im Juli mit allen Betrieben im Hinblick auf die gewerkschaftliche Interessenvertretung im Jugendbereich. Als Ansprechpartnerin für die Auszubildenden - auch in Betrieben ohne JAV - verfügbar zu sein, ist Lea hier besonders wichtig. Zusammen mit den betrieblichen Funktionären will sie das Thema Jugend in der Geschäftsstelle wieder ganz nach vorne bringen.
Der Projektsekretär Jan Körper sprach dann über die Mitgliederthemen in seinen Projektbetrieben, von Tarifkommissions- und Betriebsratswahlen unter Corona-Bedingungen und der guten Beteiligung an Zoom-Meetings. Das Gewinnen von aktiven Metaller*innen steht hier auch weiterhin im Fokus. Dabei gilt es nicht nur, die richtigen Qualifizierungen mitzubringen, sondern neben dem Verstand auch das Herz der Beschäftigten anzusprechen, so Jan. Und unser Blick muss mehr nach vorne gerichtet sein.
In den anschließenden Diskussionen berichteten Kollegen unter anderem von einem neuen Haustarif bei Metz CE mit exklusiven Mitgliedervorteilen, geplanten Verlagerungen und den damit zusammenhängenden Eskapaden zwischen den Metaller*innen und der Geschäftsführung und einer Prämie für nicht geleistete Mehrarbeit bei NBHX, sowie der 90%-Aufzahlung auf das Kurzarbeitergeld und einen weiteren Mitgliedervorteil im Januar bei Atos.
Zum Schluss der Veranstaltung würdigte KD die positive Stimmung und die gute Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle bei NBHX, trotz der bevorstehenden Herausforderungen, wo anderorts derzeit häufig nur das Negative gesehen wird. Die Funktionärinnen und Funktionäre sollen ihre Verantwortung wahrnehmen und auch in der Krise den Kontakt halten.

Delegiertenversammlung im Schwarzen Adler
Text und Bild: R. Reineke

Wichtige Informationen zur Geschäftsstelle

Am Montag, 04.05.2020 öffnen wir unsere Geschäftsstelle wieder für den Publikumsverkehr.

Wir bitten aber darum, davon nur in dringenden Fällen Gebrauch zu machen. Die Hygieneschutzmaßnahmen sind bei einem Besuch unbedingt zu beachten. So ist ein Zutritt nur mit Mund- und Nasenschutz (Schutzmaske) zulässig. Bei Eintritt in die Geschäftsstelle steht ein Desinfektionsmittel bereit, um die Hände zu desinfizieren.
Bitte kommt allein – es sei denn, es wird von uns anders eingeladen. Meldet euch möglichst vorher an und haltet euch beim Besuch der Geschäftsstelle bitte im Empfangsbereich auf.
Änderungen von Mitgliederdaten teilt uns bitte – soweit möglich – weiter per Mail, Fax oder Telefon mit.

Beratung im Arbeits- und Sozialrecht

Jeweils am ersten Donnerstag im Monat findet für unsere Mitglieder ganztägig eine Beratung zu Fragen im Arbeits- und Sozialrecht durch die DGB-Rechtsschutz GmbH in unseren Räumen statt.
Die Beratungen finden ab dem 07.05.2020 wieder vor Ort statt. Termine für Donnerstag, 07.05.2020 in der Zeit von 9.15 bis 15.45 Uhr bitte unbedingt vorab telefonisch vereinbaren!
Wichtig: Zu den Terminen bitte allein kommen und die Hygienevorschriften (Tragen eines Gesichts- und Mundschutzes) beachten.

Betriebsräte-Empfang in Neuhof an der Zenn

Der Blick ist klar nach vorn gerichtet!

14.02.2020 I An Themen hat es sicherlich noch nie gemangelt, aber das Jahr 2020 hat es schon noch mal besonders in sich. Klaus-Dieter Winnerlein, der erste Bevollmächtigte der Geschäftsstelle Westmittelfranken spannte vor über 30 Betriebsräten aus fast 20 Betrieben im prall gefüllten Saal im Hotel Riesengebirge einen Bogen von der sich ankündigenden Tarifrunde in schwieriger geworden Zeiten über den gesamtgesellschaftlichen Rahmen bis hin zu anstehenden betrieblichen Auseinandersetzungen in Westmittelfranken. Im Namen der erkrankten zweiten Bevollmächtigten Bianka Möller verwies er eindrücklich auf die Leistungspolitische Offensive, die letztlich nur dann ein Erfolg für die Beschäftigten in unseren Betrieben werden kann, wenn sich Betriebsräte auch entsprechend einbringen. Die Notwendigkeit, Leistung und Leistungsverdichtung zusammen mit Arbeit- und Gesundheitsschutz und nicht zuletzt mit Entgelt zu denken, wurde von ihm eindringlich erörtert.

Der Projektsekretär Jan Körper nutze seine Vorstellung zu einem Blick auf die kommenden Herausforderungen, die sich aus seinem Projekt ergeben werden: Betriebe ohne Tarifbindung auseinandersetzungs- und durchsetzungsfähig machen, in Betrieben ohne Betriebsräte die entsprechenden Schritte zur Umsetzung betriebsverfassungsrechtlicher Ansprüche zu organisieren und vor allem: Solidarität erfahrbar machen!

In den kommenden Herausforderungen zahlreiche wichtige Bündnispartner an unserer Seite zu wissen, erleichtert unsere gemeinsame Arbeit enorm. Fast alle konnten kommen: GUV Fakulta und ACE. Die Betriebsseelsorge genauso wie die Kanzlei Manske und der DGB Rechtsschutz. Der IG Metall-Mitgliederservice, die GPQ Mypegasus und vor allem die Bayerische Betriebsräteakademie sind aus unserer täglichen Arbeit nicht mehr wegzudenken.

Der tolle Empfang wurde stimmungsvoll abgerundet durch viele Einzelgespräche, Beratungen und Verabredungen der Betriebsräte mit unseren Bündnispartnern in lockerer und entspannter Atmosphäre.

Ein guter Auftakt in ein anspruchsvolles Jahr.

Impressionen von der Veranstaltung

Organisationswahlen 2020

Gestärkt in die Leistungspolitische Offensive: Organisationswahlen bei Siemens

Steffi macht Gewerkschaft 12.02.2020 I Neue Wege gehen ist nie einfach, aber in der Regel lohnt der Perspektivwechsel dann doch. Dass dies auch für die Durchführung von IG Metall-Mitgliederversammlungen gelten kann, darin sind sich nach dem gelungenen Event vom Donnerstag, den 06. Februar im sehr gut besuchten Kulturforum Fürth alle Kolleginnen und Kollegen einig. Auf dem Programm standen nicht nur die Organisationswahlen der IG Metall, sondern auch eine thematische Einstimmung auf eine Fortführung und Intensivierung der Leistungspolitischen Offensive im Betrieb.

Dieses Thema wurde mit dem ersten Programmpunkt gleich sehr intensiv aufgenommen. Bianka gewährte einen Überblick über die Leistungspolitische Offensive in der Geschäftsstelle der IG Metall. Dieter und Stefanie ergänzten den aktuellen Stand der Offensive im Betrieb und die Aussichten der "LPO", um anschließend in die Diskussion um Arbeits- und Leistungsbedingungen einzusteigen. Sowohl in der Diskussion, als auch in den zahlreichen Gesprächen mit Kolleginnen und Kollegen wurde deutlich, dass die Leistungspolitische Offensive ein punktgenaues Instrument sein kann, um die eng verwobenen Problemlagen aus Leistung, Leistungsverdichtung, Arbeits- und Gesundheitsschutz und natürlich Entgelt im Interesse der Beschäftigten zu bearbeiten: Wenn wir es denn anpacken!

Dieter, Steffi und Bianka In den folgenden Wahlgängen zu den Delegiertenversammlungen, unserem Parlament der Arbeit in der Geschäftsstelle Westmittelfranken, den Vertrauensleuten im Betrieb sowie der betrieblichen Tarifkommission, wurde immer wieder betont, wie wichtig aktive Mitglieder und engagierte Funktionäre für eine erfolgreiche Gewerkschaftsarbeit sind. Dass alle Mandate mit 100% gewählt wurden ist ein ungewöhnlicher Vertrauensvorschuss und zeigt, dass es gerade eine wirkliche Aufbruchsstimmung gibt.

Harald Kern Harald Kern, Mitglied des Gesamtbetriebsrates und Aufsichtsratsmitglied, stellte aus seiner Perspektive die Anforderungen an die Beschäftigten, besonders aber an die Mitglieder der IG Metall, dar. Einleitend skizzierte er, nicht ohne Ironie, die gegenwärtige Situation im Siemenskonzern. Und er warf einen Blick auf die sehr erfolgreichen Ergebnisse von gemeinsamer IG Metall- und Betriebsratsarbeit in der Vergangenheit. Immer ging es darum, die Beschäftigteninteressen bei den wirtschaftlichen Entscheidungen des Arbeitgebers zu stärken und zu schützen. Ein mögliches Zukunftsszenario ist es, gemeinsam mit den Mitgliedern die Herausforderungen der Transformation im Sinne der Beschäftigten zu gestalten.

Band von Wolfgang Mai und Martin Plentinger auf der Bühne Leider verging die Zeit wie im Flug und der Geruch von Pizza sagte uns das, dass Buffet angerichtet war. Zum Ausklang spielte die Band von Wolfgang Mai und Martin Plentinger. Insgesamt eine durch und durch gelungene Mitgliederversammlung.

Organisationswahlen und Tarifrunde M+E

17. Delegiertenversammlung und Vertrauensleutekonferenz

29.01.2020 I Die letzte Delegiertenversammlung der Wahlperiode 2016-2019 stand gestern in Neuhof an der Zenn erwartungsgemäß nicht nur im Zeichen der anstehenden Tarifrunde Metall+Elektro, sondern auch der Organisationswahlen für die Zeit 2020-2023. So zog Bianka Möller als zweite Bevollmächtigte der Geschäftsstelle im Geschäftsbericht einmal mehr das Resümee, wie wichtig auch in Zukunft die Mitgliederentwicklung für die neuen sowie die alten Funktionärinnen und Funktionäre in den Betrieben bleiben muss. Im Hinblick auf die Finanzen geht die Geschäftsstelle aber gestärkt in die Wahlen der neuen Vertrauenskörper und Delegierten, der Tarifkommissionen und des neuen Ortsvorstands. Die Erfahrungen der leistungspolitischen Offensive zeigen zudem, wie wichtig es ist, möglichst viele Betriebsräte mitzunehmen, einen kritischen Blick auf das Thema „Leistung“ in den Betrieben zu werfen. Aber auch die Entwicklung des Jugendbereichs sollte in der nächsten Zeit verstärkt in den Fokus der Betriebsräte und Vertrauensleute rücken, denn es gibt noch viele junge Menschen, die nur darauf warten angesprochen zu werden. Die personelle Situation bei den Hauptamtlichen bleibt hingegen weiter angespannt, jedoch ist mit Jan Körper inzwischen kompetente Hilfe als Projektsekretär in der Geschäftsstelle hinzugekommen. Wir wünschen ihm alles erdenklich Gute für seine Zukunft in Westmittelfranken!

Zum Moratorium für die Metall- und Elektrobranche, zu dem der Vorstand der IG Metall die Arbeitgeberseite aufgerufen hat, räumte der erste Bevollmächtigte, KD Winnerlein, mit dem Missverständnis auf, es gäbe dieses Jahr keine Entgeltforderung der IG Metall. Diese wird lediglich nicht vor Ende der Friedenspflicht beziffert, sie wird aber selbstverständlich in die Gespräche und Verhandlungen einfließen. Jürgen Bänsch vom Bezirk Bayern brachte den Anwesenden dann detailliert die Hintergründe und Termine dieser Offensive der IG Metall näher. Während die Sicherung der Arbeitsplätze dabei eine große Rolle spielt, so gibt es dennoch einen Verteilungsspielraum, der uns auch zusteht. Und so beschlossen die wahlberechtigten Delegierten und Ortsvorstandsmitglieder auf Grundlage der Empfehlungen aus dem Arbeitskreis der Vertrauensleute und des Ortsvorstands gestern auch eine entsprechende Entgeltforderung.

Jan Gutermuth, Referent von pd business, präsentierte im Anschluss eine Aufklärungsinitiative zu den Folgen längerer Erkrankung und dem Verlust der Arbeitskraft aus medizinischen Gründen. Sowohl die vielen Variablen bei der Berechnung des Krankengelds und die daraus entstehende Lücke zum normalen Nettoentgelt hat er dabei anschaulich beleuchtet, als auch wie diese durch den Verdienstausfallschutz der IG Metall deutlich verkleinert werden kann.

Bis in die Abendstunden diskutierten die Anwesenden dann noch kritisch über verschiedene betriebliche und gewerkschaftspolitische Themen.

Impressionen von der Delegiertenversammlung


Tariferfolge der IG Metall
Argumente zur Mitgliederwerbung gibt es genug in unserer Tarifhistorie: