9. Krankheit
9.1 Krankheit

Brauche ich immer eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung?
Arbeitunfähigkeit wegen Krankheit ist dem Arbeitgeber unverzüglich mitzuteilen. Das ist im §5 Abs. 1 Satz1 Entgeltfortzahlungsgesetz (EntgFG) geregelt. Die Mitteilung muss auch die voraussichtliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit beinhalten. Diese erste Mitteilung genügt in mündlicher oder telefonischer Form.

Neben der mündlichen bzw. telefonischen Krankmeldung, kann es erforderlich sein die Arbeitsunfähigkeit nachzuweisen. Gemäß §5 Abs.1 Satz 2 EntgFG ist eine ärztliche Bescheinigung vorzulegen wenn die Krankheit länger als drei Tage dauert. Nicht also erst nach drei Tagen, sondern wenn klar ist, dass die Krankheit länger dauert. Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist dem Arbeitgeber dann bis spätestens dem vierten Arbeitstag vorzulegen. Der Arbeitgeber kann gem.Satz 3 des §5 EntgFG die Vorlage der ärztlichen Bescheinigung auch früher verlangen, das heißt auch für Krankheiten, die nur bis zu drei Tage dauern.

Dauert die Krankheit länger, muss der/die Arbeitnehmer/in eine weitere ärztliche Bescheinigung vorlegen. Auch hier gilt: unverzüglich beim Arbeitgeber melden und dann die Krankmeldung schicken.

Eine Kopie der Krankmeldung geht an die Krankenkasse, diese enthält im Gegensatz zu der Kopie für den Arbeitgeber, neben der voraussichtlichen Dauer auch Angaben über den Befund. Achtung diese Kopie nicht versehentlich an den Arbeitgeber weiterleiten, denn ihn geht der Befund nichts an.

Siehe auch Frage 9.1.1