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IG Metall Unna - Job-Rettung duldet keinen Aufschub

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Job-Rettung duldet keinen Aufschub

"Sichere Arbeitsplätze, Übernahme der Ausgebildeten und mehr Geld - das alles muss drin sein", sagte IG Metall-Bezirksleiter Oliver Burkhard zum Auftakt der - vorgezogenen - Tarifverhandlungen gestern in Neuss. Vorrang habe die Beschäftigungssicherung, erklärte Burkhard. Es fehlten 20 Prozent Arbeit in den Betrieben.

Die IG Metall strebt an, den Betrieben die Verlängerung der Kurzarbeit zu ermöglichen: Das Urlaubs- und Weihnachtsgeld, das den Kurzarbeitern zu 100 Prozent gezahlt werden muss, könnte auf das Monatseinkommen umgelegt werden. Es geht den Beschäftigten nicht ganz verloren - ihr Kurzarbeitergeld erhöht sich.

Außerdem könnte die gesetzliche Kurzarbeit um eine tarifliche ergänzt werden - durch Absenkung der Wochenarbeitszeit auf bis zu 28 oder sogar 26 Stunden. Um die Einbußen der Beschäftigten zu mindern, ginge das jedoch nur mit einem Teilentgeltausgleich.

Die IG Metall will die Regelungen zur Übernahme Ausgebildeter in ein Arbeitsverhältnis verbessern. Denkbar wäre beispielsweise eine Übernahme in Teilzeit.

Von der Politik erwartet die IG Metall zweierlei: Die Entlastung der kurzarbeitenden Betriebe von den Sozialabgaben (gilt nur noch bis Jahresende), müsse mit der Dauer der Kurzarbeit (18 Monate) synchronisiert werden. Und der Teilentgeltausgleich bei der tariflichen Kurzarbeit müsse sozialabgabenfrei gestellt werden.