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IG Metall Herford - Handwerk

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„Tarifpolitik für die Menschen im Handwerk“
Neujahrskonferenz 2012 der IG Metall in Hiddenhausen

Hiddenhausen – Die IG Metall hat die Haltung der Arbeitgeberverbände im Handwerk, die Flächentarifverträge zu verlassen oder zu unterlaufen, scharf kritisiert. „Die Auswirkungen dieser falschen Politik der Innungsverbände sind nicht zu übersehen: Zwischen den Betrieben gibt es eine deutliche Wettbewerbsverzerrung“, sagte Alwin Boekhoff, Tarifexperte für Handwerk beim Vorstand der IG Metall am Samstag in Hiddenhausen. Einige Landesinnungen seien aus regionalen Flächentarifverträgen ausgestiegen und hätten Dumping-Tarifverträge mit der arbeitgeberfreundlichen Gewerkschaft CGM abgeschlossen. Wegen der niedrigen Entgelte seien immer weniger junge Menschen daran interessiert, im Handwerk ihre Ausbildung zu absolvieren. So könne man einem drohenden Fachkräftemangel im Handwerk nicht wirksam begegnen.

Boekhoff kündigte an, dass die IG Metall ihre Durchsetzungsfähigkeit im Handwerk und ihre betriebspolitische und tarifpolitische Aktivitäten in Handwerksbetrieben verstärken.
Dazu werde die IG Metall versuchen mit Arbeitgeberverbänden, die bisher mit den christlichen Gewerkschaften Tarifverträge abgeschlossen haben, wieder in Verhandlungen zu treten. „Das geht aber nur, wenn die Menschen im Handwerk bereit sind, sich für ihre Arbeitsbedingungen einzusetzen“, betonte Boekhoff.

Trotz der Widerstände einiger Arbeitgeberverbände habe die IG Metall aber in den letzten Jahren wieder Boden im Handwerk gut machen können. Gerade in Nordrhein-Westfalen sei es gelungen, viele Betriebe wieder in die Tarifbindung zu bekommen. Boekhoff verwies auf das Schlosserhandwerk in Nordrhein-Westfalen, wo durch den Druck von Warnstreiks ein sehr guter Abschluss erreicht werden konnte. Die Arbeitnehmer im Handwerk würden wieder selbstbewusster und machten die Erfahrung, dass es sich lohne, sich selbst für bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen.

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Einladung zur gemeinsamen Sitzung des Handwerksausschusses

Lieber Kollege

zur Sitzung des gemeinsamen Handwerksausschusses der Verwaltungsstellen Minden und Herford laden wir dich hiermit ganz herzlich ein. Die Sitzung findet statt am

Dienstag, dem 18. Oktober 2011
im Sitzungsraum der IG Metall Minden
Simeonscarré 2, 32423 Minden

Folgende Tagesordnung schlagen wir vor:

1. Berichte aus den Betrieben
2. Bericht vom Gewerkschaftstag
3. Tarifrunden:
a. Schlosserhandwerk,b.SHK-Handwerk
4. Branchenkonferenzen: KFZ, Schlosser, SHK
5. Verschiedenes

Wir hoffen auf zahlreiche Teilnahme und bitten um telefonische Anmeldung.

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Blome OHA Herford
Otto Meier OHA Minden
Siegfried Thüte Handwerkssekretär


Einladung zur Strategiekonferenz Kfz-Handwerk am 21. und 22. Oktober 2011 in Sprockhövel

Anders als im Frühjahr angekündigt findet nun vom 21. bis 22. Oktober 2011 unsere Strategiekonferenz Kfz-Handwerk in Sprockhövel statt.
Eingeladen sind alle gewerkschaftlich Aktiven aus dem Kfz-Handwerk.

Beginn: Freitag, 21. Oktober 2011,
ab 12:00 Uhr mit dem Mittagessen
Ende: Samstag, 22. Oktober 2011,
ca. 13:00 Uhr (nach dem Mittagessen)
Ort: IG Metall Bildungszentrum Sprockhövel
Otto-Brenner-Straße 100, 45549 Sprockhövel

Schwerpunkt der Konferenz ist die Rückkehr in den Flächentarifvertrag und wir wollen gemeinsam mit Dir besprechen, wie das weitere Vorgehen sein könnte.

Du kannst Dich anmelden bis zum 30.09.2011 entweder per
Telefax (Fax-Nr.: 0211 / 45484-140)oder per E-Mail an heike.kirchmann@igmetall.de.

Mit freundlichen Grüßen IG Metall Bezirksleitung NRW
Bernd Epping


Einladung zur Strategiekonferenz Schlosser-Handwerk und Sanitär-Heizung-Klima Handwerk am 28. und 29. Oktober 2011 in Sprockhövel

Ort: IG Metall Bildungszentrum Sprockhövel
Otto-Brenner-Straße 100, 45549 Sprockhövel

Schwerpunkt der Konferenz ist die Tarifrunde und wir wollen gemeinsam mit Dir besprechen, wie das weitere Vorgehen sein könnte.

Du kannst Dich anmelden bis zum 07.10.2011 entweder per Telefax (Fax-Nr.:0211 / 45484-140)oder per E-Mail an heike.kirchmann@igmetall.de.

Mit freundlichen Grüßen IG Metall Bezirksleitung NRW
Bernd Eppin


Neujahrskonferenz Handwerk 2011
- Wir aus OWL -

Motto: Junge Generation im Handwerk...


 Siegfried Thüte
...lautete das Motto der diesjährigen Konferenz des Metallhandwerks der IG Metall in Ostwestfalen-Lippe. 60 Kolleginnen und Kollegen aus allen Branchen des Metallhandwerks konnte Siegfried Thüte, Handwerkssekretär für die Verwaltungsstellen Herford und Minden in Vlotho begrüßen.
Siegfried Thüte moderierte die Konferenz und erteilte nach den Grußworten von Astridt Bartols (DGB-Ostwestfalen-Lippe) und Peter Kleint (1. Bevollmächtigter der gastgebenden IG Metall-Verwaltungsstelle Herford) dem Kollegen Helmut Hennecke vom IG Metall-Vorstand das Wort.

 Helmut Hennecke
Helmut Hennecke ist Leiter des Ressors Handwerk und Mittelstandspolitik beim Vorstand der IG Metall.
Er fand in seinem Referat deutliche Worte: "Es herrscht Nachwuchsmangel im Handwerk - nicht nur in der Republik, sondern bald auch in Ostwestfalen-Lippe. Bis zum Jahr 2020 scheiden im Metallhandwerk mehr als ein Fünftel der Belegschaften aus Altersgründen aus. Die müssen ersetzt werden und niemand weiß, wie das geschehen soll. Schon heute gibt es Regionen, in denen auf 30 freie Stellen im Handwerk gerade einmal fünf Bewerber kommen". Das Handwerk muss also attraktiver werden, vor allem für die Jugend. Nachdem durchaus gut ausgebildete Fachkräfte bisher häufig nach der Lehre "in die Industrie entlassen wurden", müssen heute Perspektiven geboten werden. In den siebziger Jahren war mit etwa 26 Jahren der Lebensweg festgelegt: Familie, Haus und Auto waren planbar. Und heute?
Gerade Jugendliche stecken in Leiharbeit, haben befristete Jobs. Nichts ist planbar. Und beim Verdienst bekommt man einen einen gehörigen Schrecken, gerade im Handwerk.

Hennecke: "Ebenfalls in den siebziger Jahren gab es im Heizung-Sanitär-Handwerk 50 Pfennig in der Stunde mehr als in der Metallindustrie. Davon kann man heute noch nicht einmal träumen". Dabei weiß das Handwerk ganz genau, was junge Leute benötigen und wollen. Laut Studie des Zentralverbands des deutschen Handwerks rangieren ganz oben: Hochwertige Arbeit, Spaß an sinnvoller Arbeit. Gute Weiterbildung, gute Aufstiegschancen. Und natürlich gute Verdienstmöglichkeiten.

Bei der Freude an sinnvoller Arbeit ist das Handwerk nicht schlecht aufgestellt, aber Weiterbildung, Aufstieg, gar Verdienstmöglichkeiten? Das Handwerk hat sich in vielen Branchen von den Flächentarifverträgen verabschiedet und betrachtet Arbeitskraft ausschließlich als Kostenfaktor. Aber nur gute Tarifverträge schaffen überhaupt erst gute Verdienstmöglichkeiten für die Beschäftigten und auch Planungssicherheit bei den Firmen. Das scheinen einzelne Handwerksfunktonäre mittlerweile einzusehen. So möchte das Elektrohandwerk mit der IG Metall über tarifliche Mindestlöhne reden.


 Kerstin Wille
Kerstin Wille, Jugendvertreterin bei
Opel-Corsmann, sagt:
"300 Euro weniger Ausbildungsvergütung als in der Industrie - so geht das einfach nicht". Ihr Rat an die Handwerksunternehmen: Den Jugendlichen zuhören,
interessante Berufe nahebringen, nach der Ausbildung übernehmen.

Denn 30-jährige mit 15 Jahren Berufserfahrung - die gibt es nicht. Das Handwerk hat durchaus gute Strukturen, die Handwerkskammern bieten viele Möglichkeiten, die Unternehmen müssen sie nur nutzen. Zusammen mit der IG Metall.

Weitere Infos:

Einladung

Presse

Bilder


15. Bundeshandwerkskonferenz: "Die Jugend im Visier"

Alles drehte sich um die Junge Generation auf der diesjährigen bundesweiten Handwerkskonferenz. Wie können die Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen verbessert, die Nachwuchsprobleme im Handwerk gemeistert und die Jobs für junge Fachkräfte attraktiver gemacht werden. Das waren die Fragen, auf die rund 150 Betriebsräte und Handwerksfunktionäre am 19. und 20. November in Frankfurt Antworten suchten.
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Neuer Manteltarifvertrag im KFZ-Gewerbe

Nachdem sich vor zwei Jahren der KFZ-Verband in Nordrhein-Westfalen als Tarifvertragspartei der Arbeitgeber aufgelöst hatte, hat die IG Metall jetzt mit dem neuen Manteltarifvertrag die Basis für einen neuen Flächentarifvertrag geschaffen.

Wichtige Eckpunkte zur Arbeitszeit und zum Urlaub konnten zufrieden stellend geregelt werden:

Die Altersstaffelung der Wochenarbeitszeit bleibt und erhält die Absenkung der Arbeitszeit ab dem 45. Lebensjahr in drei Stufen von 36,5 auf 35 Stunden.

Die Arbeitszeit kann zwischen 29 und 42 Stunden in der Woche schwanken, muss aber innerhalb von zwölf Monaten ausgeglichen sein. Das Stundenkonto ist auf 60 Minus- und 146 Plusstunden begrenzt.

Neu sind zwei Arten von Mehrarbeit: Im Flexi-Zeitraum (29 bis 42 Wochenstunden) ist Mehrarbeit nicht zuschlagspflichtig, muss aber zwingend durch Betriebsvereinbarung (und das geht nur mit Betriebsrat!) geregelt sein. Ansonsten ist Mehrarbeit wie bisher zuschlagspflichtig.

An Heiligabend und Silvester endet die Arbeitszeit um zwölf Uhr, bezahlt werden muss aber nach wie vor ganze Tag. Erhalten bleiben auch die freien Tage bei Umzug, Heirat und Beerdigung. All das hatten die Arbeitgeber ändern wollen.

Neu ist, dass bei einer Kur bis zu drei Tage auf den Urlaub angerechnet werden können, nicht jedoch bei Kuren nach Arbeitsunfällen.

Neu ist auch, dass das Urlaubsgeld erfolgsabhängig gestaltet und an das wirtschaftliche Ergebnis der Firma geknüpft werden kann und dann zwischen 25 und 75 Prozent des Monatsentgelts betragen kann (bisher 50 Prozent). Die Abweichung von bis zu 50 Prozent ist nur mit Zustimmung der Tarifvertragsparteien möglich und gilt maximal ein Jahr. Bei Absenkung sind betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen.

Nach diesen ersten Schritt erfolgt im Juni der zweite:

Die IG Metall will Entgelterhöhungen vereinbaren. Unsere Tarifkommission hat beschlossen, eine Entgelterhöhung von 3,5 Prozent ab 2011 zu fordern. Zuvor sollen in 2010 alle Beschäftigten im KFZ-Handwerk eine Einmalzahlung erhalten. Die Betrieben, in denen im Jahr 2010 keine Entgelterhöhungen per Haustarifvertrag erfolgten (6,5 Prozent), sollen diese Erhöhung bis zum 31.12.2010 nachvollziehen.

Momentan befragt die IG Metall die KFZ-Betriebe nach ihrer Mitgliedschaft in der neuen Tarifgemeinschaft. Wir wissen daher noch nicht genau, wer von den neuen Verträgen profitieren wird und benötigen daher jetzt die Unterstützung in und aus den Betrieben. Damit unsere Tarifverträge im KFZ-Handwerk wieder breite Anerkennung finden und die verlässliche und faire Grundlage für die Arbeitsbedingungen in der Branche bilden.



Bericht von der Handwerkskonferenz 2010

Offen miteinander reden, damit Arbeitnehmer und Arbeitgeber im Metallhandwerk profitieren - das forderte Bernd Epping, Tarifsekretär für Handwerk der IG Metall Bezirksleitung NRW. Er sprach damit die Image-Kampagne der Handwerkskammern in diesem Jahr an: "Das Handwerk gilt als konservativ und billig. Deshalb fehlen auch neue Auszubildende. Die Kolleginnen und Kollegen müssen zusammen mit ihrer Gewerkschaft selbstbewußt auftreten. Erst wenn der Chef auch den kleinen Zuarbeiter ernst nimmt, funktioniert der Betrieb. Und das ist die beste Imagepflege", so Epping.

"Zu Beginn eines neuen Jahres laden wir Betriebsräte und Vertrauensleute aus den Handwerksbetrieben der ostwestfälischen IG Metall-Verwaltungsstellen ein", erläuterte Handwerkssekretär Siegfried Thüte von der IG Metall Minden. So hatten sich aus den Regionen Detmold, Herford, Minden und Paderborn etwa 80 Metaller in Löhne getroffen, um bei einem gemeinsamen Frühstück die Lage zu diskutieren. "Hauptsächlich ging es um die Tarifverhandlungen im Schlosserhandwerk, die immer noch zu keinem Ergebnis geführt haben. Aber auch die Wiederherstellung der Tarifbindung in vielen KFZ- Betrieben ist unser Thema in den nächsten Wochen und Monaten", so Thüte weiter.

Bezüglich der Image-Kampagne im Metallhandwerk nannte er folgende Zahlen: Im Schlosserhandwerk beginnen die Azubis ihre Ausbildung mit 470 Euro im Monat. In der Metallindustrie sind dies 760 Euro. Eine Differenz von 300 Euro bei vergleichbarer Ausbildung. "Das wissen natürlich die Bewerberinnen und Bewerber und entscheiden sich, wenn es geht, für eine Ausbildung in der Industrie", so Thüte.